Blaupunkt Travelpilot E1 im Test mit meinem Erfahrungsbericht


Nach der Probefahrt mit dem Blaupunkt E1 in einem Golf im Großraum Münster hier die ersten Eindrücke zu Verhalten und Bedienung. Vorteile: * Schneller Rechner mit RISC-Prozessor und 32 MB RAM (statt 8 oder 16 bei anderen Navis)* leichte Bedienung. Wir sind überwiegend ohne BDA ausgekommen, lediglich beim Optimieren mancher Vorgänge (Tweaken) hilft das Handbuch* Handbuch ist übersichtlich gestaltet und erklärt kurz und prägnant (für diejenigen, die doch lieber nachlesen* Einbauaufwand gering, sofern DIN-Radio-Rahmen/Einbauschacht und Tachosignal vorhanden. Gerät verwendet die ISOA/B und Mini.ISO-Stecker-Komponenten* Routingfunktionen sind ebenfalls schnell und informativ. Lediglich bei langen Geradeausfahrten wird nicht sofort angezeit, wann und wohin die nächste Abbiegung folgt. Diese Info folgt erst kurz vor der Richtungsänderung, was aber auch funktioniert.* Die 32 MB Speicher werden mit einem breiten Korridor und allen notwendigen TMC-Codes gefüllt. Das Nachlegen der CD ist nur bei Abweichungen von ca. 20-30km von der Route notwendig.* Ist keine CD eingelegt, können neue Zieleingaben auf alle im speicher befindlichen Ziele jederzeit erfolgen. Nur diese Ziele stehen dann zur Auswahl. Wenn man das Ziel im Speicher nicht findet, legt man die Karten-CD ein.* Das Display ist gut ablesbar, sogar bei direkter Sonneneinstrahlung. Es gibt zwar bald auch ein VW-blaues Display, es ist ab in jedem Fall die WEISSE Displaybeleuchtung zu empfehlen. * Die Stuerung erfolgt über Dreh- und Drück-Regler (wie beim Becker). Wer die Wipptasten der anderen Blaupunktgeräte kennt, weiss den Vorteil zu schätzen. Die anderen Tasten sind sinnvoll beschriftet (i=Info, Esc=Escape-Taste)* Die Zieleingabe kann über Postleitzahlen erfolgen, das Land kann nun separat ausgewählt werden, das letzte Ziel bleibt erhalten. Gibt man den Ort mit Namen ein, scrollen die Buchstaben in einem Band unten im Display durch.Der gewählte Buchstabe ist vergrößert dargestellt. Drückt man die OK-Taste lange, wird die jeweils gültige Liste eingeblendet und die Entfernung des Zielortes vom Standort. Ein (schneller) Speller ist vorhanden, d.h. es werden nur die passenden verbleibenden Buchstaben angezeigt. * In vier Ebenen (N1-N4, Drücken der Navtaste blättert)können jeweils 6 Stationstasten mit Navi-Zielen belegt werden. Speicherung durch Langdruck wie beim Radio. Das ermöglicht eine Navi-Kurzwahl* TMC-Meldungsliste kann abgerufen werden (TRAF lange drücken)* Das Radio hat eine hervorragende Klangqualität und ausreichende Trennschärfe. Die Autospeicherung der Sender (RDS-Scan) funktioniert auch problemlos.* Alle wesentlichen Klangquellen lassen sich getrennt regeln und einstellen, bei der Navi-Stimme wird gespeichert, wenn man während der Ansage (i drücken) am linken Regler dreht. Nachteile: * Deutschland und die Hauptstraßen Mitteleuropas sind auf der CD. Für Detailstraßennetz eines Anderen Landes benötigt man eine zusätzliche Länder-CD* TMC automatische Stauumfahrung (dynamische Route) nur wirksam, wenn man TMC-abstrahlenden Sender hört (oder einen solchen eingestellt hat und CD hört). Wenn kein TMC, blinkt das TMC-Icon* Kein DVD-Reader mit Gesamt-Europakarten (dafür sind die Ländermaps aber auch günstiger (ca. 150 Euro zu 270 Euro bei Becker)* Teleatlas-Kartenmaterial (Navtech wäre mir lieber), d.h. Kartendaten sind bei Neuerscheinen einer CD immer mind. 1 Jahr alt. Da Blaupunkt aber an Teleatlas beteiligt ist, bleibt das ein frommer Wunsch* Das Rechenwerk kann leider nichts mit MP3-Dateien auf dem internen Laufwerk anfangen. Stattdessen muss man das Blaupunkt Compact MP3-Drive zusätzlich kaufen und kann diesen als CD-Wechsler (99 CDs a 99 Titel) vom Navi aus bedienen (leider ohne MP3-Tag-Anzeige)* Keine 3rd-Party-Application-Schnittstelle: Radarfallen-Plugin=Fehlanzeige* Keine Sprachschnittstelle (Sprachen sind mit auf der Karten-CD). Bruce Willis, Herzblatt-Susi und der Märchenonkel stehen nicht zur Verfügung. Die deutsche Blaupunkt-Tussi ist aber noch die angenehmste Stimme. Andere Länder/Sprachvarianten sind schon komisch… Fazit: Trotz der vergleichsweise alten (aber trotzdem recht detaillierten Karten) von Teleatlas – das ausgelieferte Modell hat einen Kartenstand von 1Q2003, überwiegen die Vorteile der leichten Bedienung, des großen Speichers und der schnellen Rechnerhardware. Das Ganze kombiniert mit einem sehr günstigen Preis. (Post ID:903)

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Branche tätig und TÜV-geprüfter IT-Security Manager und -Auditor. Er beschäftigt sich mit der Gestaltung von Internet-Auftritten, Entwicklung von Web-Anwendungen, Mobilität, Fahrzeug-Multimediatechnik, neuer Software und Hardware. Windows und android sind seine Welt.

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