Alles begann an einem Samstag, als mein Kumpel Bernd und ich einen Ausflug machten. Die Stimmung war anfangs super, doch als wir in einer einsamen Waldgegend ankamen, wurde es im Unterholz schon ziemlich Duster (duster).
Plötzlich sahen wir etwas am Wegrand. „Seat (Seht) Ihr das auch?“, fragte Bernd und deutete auf ein Tier, das regungslos im Graben verharrte. „Tesla (Des lag) wohl schon eine Weile rum“, vermutete ich. Bernd, die gute Seele, war sofort im Rettungsmodus: „Das ist eine echte Renault (Reh-Not)! Das können wir hier nicht liegen lassen. Komm, ich Lada (lade) das Reh jetzt einfach ins Auto und wir bringen es zum Förster!“
Ich hatte meine Bedenken: „Jaguar (Ja gar) nicht auszudenken, was passiert, wenn uns jemand anhält!“ Doch Bernd räumte schon fluchend meinen Kofferraum frei. „Mensch, hast du viel Müll hier drin!“, meckerte er. Ich entgegnete nur stolz: „Lass meine Musiksammlung in Ruhe! Mercedes (Mehr CDs) hättest du in deinem Wagen auch nicht untergebracht!“
Beim Anheben des Tiers passierte es: Bernd wollte gerade beweisen, was für einen tollen Astra-lkörper (Astra) er hat, doch er verhob sich furchtbar. „Audi (Au, die) tut aber weh, meine Bandscheibe!“, jaulte er auf. Ich versuchte ihn zu beruhigen: „Ach, stell dich nicht so an, des Passat (passat / passt) schon noch irgendwie rein.“
In diesem Moment tauchte ein sächsischer Wanderer aus dem Gebüsch auf. Er starrte uns entsetzt an und rief: „Gugg dir das ma an! Der Peugeot (püschert da) ja wohl nich etwa in den Golfferraum (Kofferraum)? Das is ja wie in eener schlechten Saab (Soap)!“ Bevor wir antworten konnten, erhellten Scheinwerfer den Parkplatz. Ein schwerer Wagen hielt direkt hinter uns.
Bernd erstarrte: „Oh nein! Der Chevrolet (Chef rollet) persönlich herbei!“ Tatsächlich stieg unser Chef aus, der hier sein Jagdrevier hatte. „Was macht ihr da mit dem Wild?“, donnerte er. Bernd stammelte völlig fertig: „Chef, das war keine Absicht, ich hab die Kuga (Kuh gar) nicht gesehen!“
Der Chef schüttelte nur den Kopf: „Das ist ein Reh, ihr Idioten! Verschwindet einfach. Wenn ich euch nochmal hier erwische, seid ihr beide Ford (fort)!“ Er drehte sich um, schaute zum Vollmond hoch und murmelte zufrieden auf Fränkisch: „Porsche (Boah schee), wie des Licht auf meinem Lack glänzt.“ Der sächsische Wanderer musste plötzlich heftig niesen: „Hatschi!“ Der Chef rief im Weggehen nur: „Daihatsu (Gesundheit)!“
Wir rasten davon, doch plötzlich endete die Straße an einem breiten Fluss. Die Brücke war gesperrt. „Und nun?“, fragte Bernd verzweifelt. Ich sah ein kleines Boot am Ufer. „Da ist die Rettung! Wir müssen den Fährmann rufen. Das ist der Ferrari (Fähr-Harry), dem gehört die Fähre hier. Der bringt uns rüber!“
Am anderen Ufer angekommen, stand plötzlich die Polizei am Straßenrand. „V*******“, flüsterte Bernd, „Phaeton (Fahr den) Wagen bloß unauffällig weiter!“ Doch es war zu spät, die Kelle kam raus. Der Polizist beäugte unsere schmutzigen Klamotten. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragte er streng. Bernd antwortete nervös: „Nein Herr Wachtmeister, wir hatten heute Cayenne (keinen) Tropfen!“ Der Polizist ließ uns schließlich fahren.
Endlich zu Hause angekommen, wartete schon unser neugieriger Nachbar im Hausflur. Er fragte misstrauisch: „Na, mit wem kommst du denn da mitten in der Nacht nach Hause?“ Ich deutete auf meinen völlig erschöpften Kumpel und sagte: „Keine Sorge, Mitsubishi (ich bin mit Subishi hier)!“ Bernd schüttelte nur den Kopf: „Nee, wir waren im Wald, aber das war ein echter Ritt, ich fühl mich wie nach einem Sturz vom Pony (Hyundai Pony)!“
Ich deckte den Tisch und servierte das Abendessen. Bernd schaute in die Schüssel und rief erstaunt: „Opelkartoffeln (Oh, Pellkartoffeln) mit Bentley-Nudeln (Bändli-Nudeln) und Lamborghini (Lamm Boah Genie)! Das hätte ich jetzt nicht erwartet!“
Nach dem Essen ließen wir uns erschöpft in die Sessel fallen. „Pass auf“, rief ich, „du Rolls-Royce (rollst raus auf sächsisch) ja fast aus dem Sessel!“ Bernd rieb sich den schmerzenden Rücken, atmete tief durch und stöhnte: „Ganz ehrlich, nach diesem Wahnsinnstag bin ich jetzt wirklich AMGpunkt (am G-Punkt) meiner Belastbarkeit angelangt!“ Ich nickte nur müde, wir machten uns ein Bier auf und lauschten der Stille der Nacht.
„Endlich“, seufzte Bernd und schloss die Augen, „Jetzt Nissan (nichts sagen) dann herrscht hier aber eine Subaru (super Ruh)!“
Die vollständige Wortspiel-Liste
| Automarke / Modell | Wortspiel-Bedeutung |
| Duster | duster (dunkel/finster) |
| Seat | Seht (ihr das auch?) |
| Tesla | Des lag (Das lag schon eine Weile rum) |
| Renault | Reh-Not (Notlage eines Rehs) |
| Lada | Lade (Ich lade das Tier ein) |
| Jaguar | Ja gar (nicht auszudenken) |
| Mercedes | Mehr CDs (Musiksammlung) |
| Audi | Au, die (tut weh – Schmerzensschrei) |
| Passat | Passat schon (Passt schon / fränkisch-deutsch) |
| Peugeot | Püschert da (Sächsisch für: pinkelt da) |
| Saab | Soap (Sächsisch ausgesprochen: Seeb/Soap) |
| Chevrolet | Chef rollet (Der Chef rollt/fährt herbei) |
| Kuga | Huh gar (Ich hab die „Huh“ / das Reh gar nicht gesehen) |
| Ford | fort (weg sein / entlassen werden) |
| Porsche | Boah schee (Fränkisch für: Boah schön) |
| Daihatsu | Gesundheit (Klang eines Niesers) |
| Ferrari | Fähr-Harry (Der Harry, dem die Fähre gehört) |
| Opel | Oh, Pellkartoffeln (Überraschung beim Essen) |
| Subaru | Super Ruh (Super Ruhe / endlich Stille) |
| Nissan | Jetzt Nissan (jetzt nix sagen) |
| Bentley | Bändli (kleines Band auf schwäbisch) |
| Lamborghini | Lamm Borghini |
| AMG | Am G-Punkt (angelangt / metaphorisch für den Gipfel der Erschöpfung) |
| Rollce Royce | Rollst raus (auf sächsisch) |
| Mitsubishi | Mit Subishi (Mit wem bist du / Mit ihm hier) |
| Astra | Astralkörper |

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