Vodafone West ändert Kabel-Senderbelegung – schwarzer Bildschirm

In der Nacht zu gestern hat Vodafone West im Kabelfernsehen unangekündigt die Kanalbelegung und Sendernummerierung geändert. Die Folgen waren für viele Kundinnen und Kunden unmittelbar spürbar:
schwarze Bildschirme, nicht mehr erreichbare Programme und komplett unbrauchbare Favoritenlisten.

Besonders ärgerlich ist dabei weniger die technische Änderung an sich – sondern die fehlende Kommunikation.

Keine Ankündigung, keine Vorbereitung

Bei Wartungsarbeiten am Kabelnetz ist es eigentlich üblich, diese vorab mit Datum und Uhrzeit anzukündigen. Genau das ist hier nicht passiert.
Hätte Vodafone West die Umstellung kommuniziert, hätten sich viele Nutzer vorbereiten können:

  • Senderlisten sichern
  • Favoriten dokumentieren
  • Zeit für eine notwendige Neueinrichtung einplanen

Stattdessen standen zahlreiche Haushalte morgens vor dem Fernseher und mussten feststellen, dass nichts mehr so funktionierte wie zuvor.

Technische Ursache, praktische Auswirkungen

Durch die geänderte Kanalbelegung mussten viele TV-Geräte die Sender neu einlesen. Dabei passiert in der Regel Folgendes:

  • Alte Senderlisten werden ungültig
  • Favoritenlisten verlieren ihre Zuordnung
  • Sender liegen plötzlich auf völlig anderen Programmplätzen

Gerade für ältere Menschen oder weniger technikaffine Nutzer ist das ein echtes Problem.

Abhilfe: Neu einlesen – aber nicht ohne Aufwand

Die einzige praktikable Lösung besteht aktuell aus mehreren Schritten:

  1. Senderliste am TV-Gerät vollständig löschen
  2. Kompletten Sendersuchlauf durchführen
  3. Favoritenlisten neu anlegen
  4. Sender manuell sortieren

Je nach Fernseher und Anzahl der genutzten Programme kann das schnell 30–60 Minuten oder mehr in Anspruch nehmen.

Erleichterung durch Open Source: „chansort“

Für Nutzer bestimmter TV-Marken gibt es immerhin eine Erleichterung:
Das Open-Source-Projekt „chansort“.

Mit chansort lassen sich Senderlisten am PC bearbeiten und anschließend wieder auf den Fernseher übertragen und Listen nach Excel übernehmen. Unterstützt werden unter anderem:

  • Samsung
  • Panasonic
  • weitere Hersteller und Modelle

Damit können Favoriten deutlich schneller sortiert und Programmplätze effizient angepasst werden – vorausgesetzt, das jeweilige TV-Gerät erlaubt den Export/Import der Senderliste.

👉 Projektseite: https://github.com/chansort/chansort

Für viele bleibt nur Handarbeit

Leider gilt: Nicht alle Fernseher werden unterstützt.
Wer ein nicht kompatibles Gerät nutzt, muss die komplette Sortierung direkt am Fernseher per Fernbedienung erledigen – eine mühsame und unnötige Arbeit, die durch eine einfache Vorabinformation hätte vermieden werden können.

Fazit: Technische Änderungen brauchen Kommunikation

Netzumbauten und Umstellungen sind im Kabelnetz nichts Ungewöhnliches.
Was jedoch nicht akzeptabel ist, sind unangekündigte Änderungen mit massiven Auswirkungen für Endkunden.

Ein einfacher Hinweis – wie bei sonstigen Wartungsarbeiten – hätte gereicht.
So bleibt bei vielen Kunden vor allem eines zurück: Unverständnis und Frust.

Vodafone West täte gut daran, zukünftige Änderungen transparent und rechtzeitig zu kommunizieren. Denn Technikprobleme sind ärgerlich – Überraschungen mitten in der Nacht sind es noch mehr.

Zusammenfassung
  1. Wer ein nicht kompatibles Gerät nutzt, muss die komplette Sortierung direkt am Fernseher per Fernbedienung erledigen – eine mühsame und unnötige Arbeit, die durch eine einfache Vorabinformation hätte vermieden werden können.
  2. Abhilfe: Neu einlesen – aber nicht ohne Aufwand Die einzige praktikable Lösung besteht aktuell aus mehreren Schritten: Senderliste am TV-Gerät vollständig löschen Kompletten Sendersuchlauf durchführen Favoritenlisten neu anlegen Sender manuell sortieren Je nach Fernseher und Anzahl der genutzten Programme kann das schnell 30–60 Minuten oder mehr in Anspruch nehmen.
  3. Hätte Vodafone West die Umstellung kommuniziert, hätten sich viele Nutzer vorbereiten können: Senderlisten sichern Favoriten dokumentieren Zeit für eine notwendige Neueinrichtung einplanen Stattdessen standen zahlreiche Haushalte morgens vor dem Fernseher und mussten feststellen, dass nichts mehr so funktionierte wie zuvor.
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