Die Reisegruppe besteht aus nur sieben Personen und ein Kleinbus holt uns ab. Die Reiseleiterin, Teresa, ist eine Einheimische, die an der Uni Havanna deutsch gelernt hat. Santa Clara hat ein paar schöne HĂ€user im Kolonialstil, ansonsten nur politische Bedeutung, denn hier haben Castro und Guevara einen Munitionszug Batistas eingenommen und Sta. Clara war die erste Stadt, die „befreit wurde.“ Weiter geht es durch zahlreiche Zuckerrohr- Bananen- und Obstplantagen nach Sancti Spiritus zur Ăbernachtung.
Am nĂ€chsten Morgen fĂŒhrt uns die Reise nach Trinidad, vorbei am Iznaga-Haus (Plantagenhaus) . Die Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklĂ€rt und der Stadtkern ist schön renoviert. Zahlreiche Museen bieten einen Ăberblick ĂŒber die Geschichte des Landes. Von Trinidad (heilige Dreifaltigkeit) aus weiter nach Cienfuegos, einer nach ihrem GrĂŒnder benannten Stadt, in der Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche reiche Persönlichkeiten Ihre Domizile hatten. ErwĂ€hnenswert ist der Palacio Valle, der einige Stilrichtungen vereinigt. Der einheimische Cocktail besteht hier aus Honig, Rum, Zucker, Wasser, Limone.
Der Folgetag ist Havanna gewidmet. ZunĂ€chst aber kann man tausende von Krebsen zur Paarung die KĂŒstenstraĂe ĂŒberqueren sehen. FĂŒr die 250km weite Strecke benötigt der Bus etwa 5 Stunden. Danach sind die zahlreichen SehenswĂŒrdigkeiten der Stadt zu bestaunen (die Kathedrale, das Capitol, das Haus der KapitĂ€ne (jetzt Nationalhistorisches Museum), Hotel und Lieblingskneipe von Hemingway). NatĂŒrlich muss man auch einen Mojito-Cocktail trinken, eine Mischung aus Pfefferminzstrauch, Limone, Zucker, Wasser und weiĂem Rum.
Auch die traditionelle KanonenschuĂzeremonie auf dem Kastell am Abend darf nicht fehlen. Sie lĂ€utet das SchlieĂen der Stadttore ein.
Am Mittwoch wird der grĂŒne Westen der Insel erkundet. Die Landschaft ist hier völlig verschieden vom Rest der Insel (grĂŒn, spezielle Pflanzenarten, Kalksteinformationen). Nur hier wĂ€chst auch die „schwangere“ Palmenart mit einer Verdickung im Stamm. Die Berge sind Ă€hnlich wie in SĂŒdchina (Guilin) und enthalten zahlreiche Höhlen. In der Cueva de los Indios kann man mit einem Boot durch den unterirdischen FluĂ zum Höhlenausgang fahren. Der Donnerstag beginnt mit frĂŒhem Aufstehen (0400) und fĂŒhrt per Flugzeug (eine DC9 der Air Caribe: abenteuerlich!) nach Cancun (mit einem Stopover auf der Insel Cozumel). Neben der Flughafensteuer von USD 25 werden 20$ EinreisegebĂŒhr fĂŒr Mexico erhoben. Zeitzone: MET-7. In Mexico ist das erste Ziel das Grand Oasis Hotel in Cancun, der nachfolgende Tag ist der Erholung gewidmet. All inclusive heisst wieder: exzessive Mahlzeiten đ Die Rundreise Mexiko beginnt am Samstag frĂŒh mit der Fahrt nach Ek Balam (Jaguar). Diese noch weitgehend dem Tourismus unbekannte AusgrabungsstĂ€tte ist hervorragend erhalten und bietet einen ungestörten Einblick in die Kultur der Mayas. Die Kolonialstadt Valladolid bietet hingegen schöne HĂ€user aus dem 17. und 18 Jahrhundert. Merida, die Hauptstadt des Staates Yucatan zeigt den lĂ€ngst verblichenen Reichtum der durch die Sisal-Vermarktung reich gewordenen GroĂgrundbesitzer. Entlang der nach Champs Elysee Muster gebauten Montejo-Allee stehen die inzwischen aufwĂ€ndig renovierten Villen, die heutzutage meist im Besitz von Banken sind. In Merida sieht man das typische Treiben, denn weite Teile der Stadt sind ein Markt. Sehenswert auch die Kathedrale, deren BauplĂ€ne ursprĂŒnglich nach Chile transportiert werden sollten. Das Schiff wurde verwechselt und ein landesuntypischer Baustil entstand hier. Merida, die weisse Stadt, ist auch bei Dunkelheit sehenswert. Am nĂ€chsten Morgen geht es weiter zur Hacienda Yaxcopoil. Hier ist in einem Museum die ursprĂŒngliche Art, aus Sisal Fasern zu gewinnen, dokumentiert. Die ehemalige Dampfmaschine wurde irgendwann auf Diesel umgestellt und funktioniert noch heute. Die Hacienda selbst ist von auĂen ziemlich verfallen, innen jedoch schön anzusehen. Die Reise fĂŒhrt uns dann nach Uxmal, einer im Puuc-Stil errichteten MayastĂ€tte. Die Architektur ist hier vollkommen anders als bei den bisher gesichteten historischen StĂ€dten. Ăber allem thront der „Tempel des Zauberers“, der – je weiter man sich entfernt – gröĂer aussieht als von Nahem. Die folgende Nacht wird fĂŒrstlich. In der Hacienda Temozon Sur, einer zu einem Top Deluxe-Hotel umgebauten Hacienda ist verwöhnen angesagt (Clinton und andere PrĂ€sidenten waren auch schon hier). Riesige Zimmer von ca. 6m Höhe, handgefertige Duschzugaben und Luxus in authentischer Kulisse (kein Ami-Kitsch). Nach ausgiebigem FrĂŒhstĂŒck besuchen wir zunĂ€chst Uman, eine kleine Kolonialstadt am Rande von Merida mit einer schönne Kirche mit Kreuzgewölbe. Danach steht Dzibichaltun „dort, wo (Klapper)schlangen unter dem Stein versteckt wohnen“ auf dem Programm. Das Haus der sieben Puppen ist eines der besterhaltensten GebĂ€ude. Die Gegend ansonsten wirkt wegen des weissen Kalksteins und der derzeitigen Trockenzeit wie eine Steppe. In Izamal schlieĂlich befindet sich das gröĂte Franziskanerkloster Lateinamerikas. Das Stadtzentrum ist seit dem ersten Papstbesuch 1996 in den Vatikanfarben gelb und weiĂ gehalten. Das man den Luxus einer Hacienda noch steigern kann, sehen wir danach. Am frĂŒhen Nachmittag erreichen wir die Hacienda San Jose in Cholul. Neben dem purem Luxus (Eigener Garten mit 2x3m groĂer Steinbadewanne, ĂŒberall ist das Zimmer mit BlĂŒten dekoriert, eine eigene Veranda mit HĂ€ngematte und Sitzgelegenheit (hier sitze ich und tippe den Reisebericht des Tages), Klimaanlage und ein dezent im Schrank verstecktes Sat-TV) werden durch eine farbenprĂ€chtige Garten- und Landschaftsoase inmitten des Brachlandes/der Steppe ergĂ€nzt. Am fĂŒnften Rundreisetag steht Chichen Itza auf dem Programm, der Höhepunkt der Reise mit den weltweit am besten erhaltenen Ausgrabungen. Danach folgen noch zwei Tage Entspannung an der KĂŒste von Cancun am Riviera Maya Strand. Hier gibt es 5-Sterne-All-Inclusive. Weiterflug zurĂŒck nach Havanna am Donnerstag. Es bleibt ein halber Tag fĂŒr einen Bummel durch die Altstadt (das Hotel liegt direkt im Zentrum). Nach einer Ăbernachtung dort und dem Transfer nach Varadero klingt in den letzten drei Tagen der Urlaub am Strand von Varadero aus. Eine Zeit toller Erlebnisse geht zuende đ
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