Inhaltsverzeichnis
  1. Office und M365 auf RDS-Server 2 - 3
  2. Lexmark und die seltenen Schüsseln 4
  3. DPD? Bitte nie wieder 5 - 6
  4. Teams 2.1 Ordnerablagen geändert 7
  5. Windows Server 2012 R2 Supportende 8
  6. Outlook Popup-Fehler behoben 9
  7. WebP - Sicherheitslücken zahlreich 10
  8. BMW iX xdrive 50 Fahrbericht 11 - 13
  9. Nio EL7 und ET7 Fahrbericht 14 - 20
  10. FritzBox und Repeater Sicherheitsupdates 21
  11. Straßenfest 2023 22
  12. Notepad++ Sicherheitslücke geschlossen 23
  13. James Bond Darsteller und Titelsongs 24
  14. License to Kilt! 25
  15. Teams 2.1 - Release erst im Oktober 23 26 - 27

Office und M365 auf RDS-Server

Heute geht es um Best Practice #Lizenz Einsatz auf Terminalservern. Während beim Einsatz im Azure Virtual Desktop (Nachfolger von RDS-(Terminal-)servern) der Business Premium Plan für die Nutzung der installierten Office Apps erforderlich ist, dürfen Office 2021 (Std oder Proplus) LTSC Perpetual Lizenzen (früher: Open oder Select+ Volumenlizenzen mit Software-Assurance) auch auf On-Premises betriebenen RDS-Servern eingesetzt werden.

Allerdings liegt durch die Verkürzung der Supportdauer von 10 Jahren (Office 2016) auf 7 Jahre (Office 2019) und 5 Jahre (Office 2021 LTSC) das Support-Ende bei spätestens Oktober 2025. Ab jetzt erhält Office 2021 LTSC (auch mit Software Assurance) also noch knapp 2 Jahre Sicherheitsupdates.

Möchte man auf seinen RDS-Servern sowohl das eine, als auch das andere Produkt einsetzen, ist das mit nur einem Terminal-Server nicht realisierbar.

Zwar haben beide Lizenzen seit 2022 den gleichen Vertriebskanal (CSP), sind aber unterschiedliche Produkte. Mit dem höherwertigen Produkt können auch nur kleinere Editionen desselben Produkts genutzt werden.

Microsoft 365 Business Premium Pläne sind pro natürlicher Person zu lizenzieren. Die Anmeldung am „Office“ erfolgt über die jeweilige Entra-ID (ehemals Azure AD-Anmeldung) des Benutzers.

Office 2021 LTSC (Volumenlizenzen mit Software Assurance => CSP)  sind pro Gerät lizenziert. Der Terminalserver wird über einen MAK oder KMS und einen Shared Activation key aktiviert.
Auf dem Terminalserver müssen also Geräte zugeordnet werden, die fest der Lizenz zugewiesen sind.  Nur von diesen Geräten aus darf Office 2021 aufgerufen werden. Da man technisch keine Geräte zuordnen kann, muss das organisatorisch gelöst und dokumentiert werden.

Im Beispiel-Szenario ist auf dem Terminalserver Office 2021 LTSC Standard installiert. Ein Microsoft 365 Benutzer greift also auf ein Geräte-lizenziertes Produkt zu, da das aufgerufene Produkt ja auf dem Server so aktiviert wurde. Im Gegensatz zu einem installierten Microsoft 365 Plan erfolgt keine Anmeldung/Aktivierung am Office mit dem User.
Meldet sich ein User, (egal ob M365 oder O2021) am Terminalserver mit dem installierten und aktivierten Office 2021 von einem End-Gerät aus an, dem KEINE Office 2021 LTSC Gerätelizenz zugeordnet ist – besteht ein Lizenzverstoß.

Einzige Möglichkeit, das sauber abzugrenzen, ist

  • einen Terminalserver mit Microsoft 365 -> Anmeldung über Entra ID  (Das aufrufende Gerät ist damit egal, weil ja die Sitzung an der Entra-ID mit M365 Lizenz hängt)
  • und einen weiteren Terminalserver mit Office 2021 LTSC mit dem MAK/KMS+Shared-Activation key und einer festen Zuordnung zu zugelassenen Geräten (organisatorisch und mit einer AD-Gruppe dokumentieren: In dem Fall dürfen sich AD-User nur an solchen Geräten unter RDP anmelden)

zu betreiben.

"Mischen impossible" - das Mischen und Zuordnen von Microsoft 365 Plänen und Office 2021 LTSC Perpetual Volumenlizenzen erfordert das Verteilen der beiden Produkte auf mindestens 2 Terminalserver - bzw in größeren Umgebungen auf Terminalserver zweier Farmen. Die Zuordnung eder 2021 Terminalserver erfolgt für 2021 auf Gerätebasis, bei Terminalservern mit installiertem Microsoft 365 meldet sich der Nutzer mit seiner Entra-ID an.

Für installierbare Office-Apps in Azure-Cloud Umgebungen kann nur der Microsoft Business Premium Plan genutzt werden.

Quelle: Microsoft Volume Licensing Guides und product use rights für CSP-Lizenzen


Lexmark und die seltenen Schüsseln

Macht man einen IP-Scan über manche Netzwerke, kommen auch gerne mal chinesische Schriftzeichen als Antwort auf Port 80 oder 443 (Webserver). Der Google Übersetzer schafft dann Klarheit, erkennt "traditional chinese" und übersetzt:

Man könnte denken, Stefan Raab macht Werbung für die anstehende WOK-WM 2023. Für eine Illustration hilft Dall-E (3.0) auch aufrufbar als BING Image Creator. Sehr schönes Bild und die Schüssel sieht wirklich aus wie ein WOK:

Bär seltene Schüssel

DPD? Bitte nie wieder

Ich möchte gern meine erste und definitiv letzte Erfahrung mit DPD teilen.

DPD ist eine Tochtergesellschaft von GEOPOST und ein Versanddienstleister.

Zunächst lief alles wie bei den anderen Platzhirschen: Tracking-Nummer wird mitgeteilt und der übliche Status wird protokolliert. In der letzten Stufe "in Zustellung" auch hier ein Live-Tracking, das in etwa anzeigt, wie viele Zustellungen noch und wo sich das Fahrzeug befindet. Außerdem wird ein Zeitfenster eingeblendet, wann das Paket ausgeliefert wird.

Als es in der Nachbarstraße mit noch 4 Zustellungen im Tracking erscheint, ändert sich der Status plötzlich zurück auf "Zustellbasis" und dass es an eine rund 5 km entfernte DPD Packstation umgeleitet werde. Dort könne ich es ja am Ende des nachfolgenden Werktags abholen!

Das Zustellfahrzeug hat definitiv nicht unsere Straße geschweige denn unser Haus passiert/erreicht. Es wurde kein Zustellversuch unternommen!

Fazit

Alle anderen namhaften Zustelldienste lieferten bisher korrekt - es kam höchstens mal vor, dass der Subunternehmer (Zusteller) erst am Folgetag zugestellt hat. Das ist aber zu verschmerzen, wenn man weiß, unter welchem Zeitdruck die armen Zusteller stehen.

Nicht tolerierbar ist jedoch, dass ein Zusteller (vermutlich weil er keinen Bock mehr hat) die Zustellung wieder zum letzten Verteilzentrum (20 km entfernt) mitnimmt, um sie am nächsten Tag wieder in die Zielstadt in eine ca. 5 km entfernte Pickup-Station zu bringen. Der Paketempfänger muss dann Zeit und Geld investieren, um das Paket, dass frei Haus geliefert werden sollte, abzuholen.

Das Paket hat also insgesamt für etwa 45 km zu viel CO2 verbraucht - denn meines Wissens sind die DPD-Transporter Dieselgetrieben.

Ich werde, wenn ich die Wahl habe, zukünftig die anderen Versanddienstleister (wie DHL oder UPS oder auch Hermes) auswählen.

Verlauf der Sendung

06.10.2023 Paketabholung im Pickup Paketshop durch Empfänger
Bergkamen (DE)
 
06.10.2023 Paketzustellung an Pickup Paketshop
Bergkamen (DE)
 
06.10.2023 Übergabe durch Zusteller an Pickup Paketshop.
Hamm (DE)
 
06.10.2023 In Zustellung.
Hamm (DE)
 
05.10.2023 Ihr Paket konnte nicht wie geplant zugestellt werden und ist wieder im Paketzustellzentrum.
Hamm (DE)
 
05.10.2023 Pickup Paketshop Umleitung
DPD Datenzentrum
 
05.10.2023 Leider konnten wir Ihr Paket nicht zustellen. --> Schwachsinn, das Fahrzeug war weder in der Straße noch an der Adresse. Es lag auch keine Benachrichtigung im Briefkasten (wie auch?)
Bergkamen (DE)
 
05.10.2023 In Zustellung.
Bergkamen (DE)
 
05.10.2023 Im Paketzustellzentrum.
Hamm (DE)
 
04.10.2023 Paket unterwegs.
Erftstadt-Lechenich (DE)
 
03.10.2023 Auftragsdaten übermittelt
DPD Datenzentrum

Teams 2.1 Ordnerablagen geändert

Das neue Teams Version 2.1 ist nicht nur schneller, sondern auch im Gegensatz zum Vorgänger 1.6 keine Electron-Anwendung mehr, die man über eine EXE im User-Kontext installieren kann.

Stattdessen kommt ein MSIX-Installer, der über eine Gruppenrichtlinie vom Administrator ausgerollt werden kann. Teams 2.x funktioniert nur mit Arbeits (und Schul-) Konten. Wer zwischen alter und neuer Version wechseln möchte, lässt eine Weile lang beides installiert.

Auch neu: Wer einen Microsoft 365 Plan hat, kann wegen der EU-Anforderung nun auch für 2€ weniger im Monat Office-Pläne OHNE Teams bekommen. Benötigt man es dann wieder, kostet Teams Standard 5€ pro Monat. Immer zusätzlich sind die Telefonie-Option und die Premium Edition von Teams.

Wer privat mit einem kostenlosen Microsoft-Konto unterwegs ist, muss weiterhin das alte Teams 1.6 verwenden, das nun Teams Classic heißt. Teams 1.6 Classic funktioniert auch weiterhin zusätzlich mit Geschäftskonten.

Auch die Ablageorte für Hintergrundbilder haben sich geändert.

# Stammordner für Settings und Bilder
C:\Users\%username%\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams

# Eigenen Hintergrundbilder sind hier
C:\Users\%username%\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams\Backgrounds\Uploads

# Datencache und Einstellungen. Mehrere GB groß
C:\Users\%username%\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams\EBWebView

# Protokolldateien
C:\Users\%username%\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams\Logs

Windows Server 2012 R2 Supportende

Nur zur Erinnerung - #endoflife - Mit dem Patchday am 10. Oktober 2023 liefert Microsoft die letzten #Sicherheitsupdates für Windows Server 2012 R2 aus, die nicht in der Azure Cloud betrieben werden (also für alle Kauf-Versionen ungeachtet, ob Sie eine Software-Assurance mitgebucht haben oder nicht).

[time_until date="10.10.2023" calendar=1]

Der Betrieb von 2012 R2 Servern ist damit ein potenziell deutlich höheres Risiko, die Gefahr einer Infektion und Ausbreitung von Schadsoftware damit gegeben. Spätestens, wenn zum Patchday November 2023 für neuere Betriebssysteme Lücken geschlossen werden.

Modernisieren Sie vorhandene Server 2012 R2 auf neuere Server-Betriebssysteme (2016, 2019 oder 2022) oder bringen die Server in die Microsoft Azure IaaS Cloud, falls Sie Software weiterbetreiben müssen, die nur auf dieser 10 Jahre alten Plattform lauffähig ist.


Outlook Popup-Fehler behoben

Im aktuellen (monatlichen) Update-Kanal von Microsoft (Office) 365 hatte sich mit den September-Updates ein Fehler eingeschlichen, der dazu führte, dass Outlook (die Desktop-Win32-Anwendung) bei jedem Start meinte, sie wäre nicht richtig geschlossen worden.

Die Frage, ob man vorige Fenster wieder öffnen wollte, nervte bei jedem Start. #Erfreulich: Eine Woche später rollt Microsoft nun eine Problemlösung dazu aus, die im Current (aktuellen) Kanal automatisch verteilt wird.

Der dazu notwendige Build ist 16.0.16827.20130.

Sollte das Update bei Ihnen (so Sie denn das Problem haben) nicht automatisch verteilt werden, können sie es über das Menü: Datei / Office Konto / Update-Optionen / Jetzt aktualisieren einer beliebigen Office Anwendung anstoßen.

Sollte das Problem (näheres ist nicht bekannt) auch in den Kaufversionen auftreten, müssen Sie bis zum nächsten Patchday im Oktober 2023 warten. Eine alte, unsichere Version von Office zu installieren, ist nicht empfehlenswert.


WebP - Sicherheitslücken zahlreich

Kurz notiert, aber #wichtig - In einer von zahlreichen Softwareprodukten genutzten Grafik-Bibliothek sind kritische Sicherheitslücken festgestellt worden. Auf einer Skala von 10 mit Risiko 10 bewertet. Die Referenz ist: CVE-2023-5129.

Eines der betroffenen Produkte ist auch Libreoffice, das einige von Ihnen beispielsweise zum Erstellen von PDF-Formularen benutzen. Aber auch einige kostenlose Grafiklösungen sind betroffen.

Grundsätzlich gilt: Aktualisieren Sie Libreoffice auf Version 7.6.2.1 und recherchieren Sie, ob weitere Software, die Sie im Einsatz haben, betroffen sein könnten. Bei Unsicherheit ist es immer eine gute Idee, alle Tools, Werkzeuge und frei Software auf dem aktuellen Stand zu haben.

(Noch unvollständige) Liste betroffener Software

auf Github

BMW iX xdrive 50 Fahrbericht

Ein Satz mit X? Oder was kann man zur neuen Elektro-Plattform von BMW sagen, die es als xdrive 40 und 50 und als M-Variante mit verschiedenen Akkugrößen und Leistungen gibt.

BMW iX xdrive 50 SUV

Ich habe den xdrive 50 mit 536 PS Systemleistung und 108 kW-Akku und 736 NM Drehmoment getestet. Wegen der Umgebung konnt der Test nur im Bereich Stadt/Land, also bis maximal 100 km/h stattfinden. Der Autobahnverbrauch wurde demnach nicht gemessen, dürfte aber im Allgemeinen noch höher liegen.

Das Fahrzeug wiegt rund 2,6 Tonnen. Der gemessene Durchschnittsverbrauch betrug 25,4 kWh - und das bei optimalen Verhältnissen, trockener Strßae und rund 20°C Außentemperatur.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und man sitzt auf dem Gestühl sehr bequem. Ich habe selten so komfortabel in einem Auto gesessen. Trotz der Batterie im Fußraum kann man hinten die Oberschenkel (bei 1,96 Körpergröße) auflegen, es gibt eine 4-Zonen Klimatisierung mit Wärmepumpe.. Für den Fahrer sind Massagesitze vorhanden, der Beifahrer hat nur Sitzheizung und-Lüftung.

Zur Anzeige kommt eine Curved Display aus zwei Bildschirmen, fahrerorientiert - Größe etwa wie beim Vorgänger der aktuellen E-Klasse von Mercedes. Auch das Patent von Magic Sky ist ausgelaufen, denn BMW bietet das elektrochromatisch verdunkelbare Panorama-Glasdach nun auch an.

Die Sprachsteuerung hat mich jedoch total enttäuscht. Bisher hatte BMW in den Verbrenner-Fahrzeugen die beste Sprachsteuerung und -Erkennung. Mit der neuen Generation ist die Antwortzeit bei mindestens 5-10 Sekunden. Schön, wass man auch im Parkhaus das Fenster öffnen kann, das Glasdach auch milchig stellen oder wieder auf klar ist aber eine beinahe unlösbare Challenge, da man genau die gewünschten Wörter herausfinden muss. Ansonsten ist Uschi schnell beleidigt.

Die Navigationssteuerung per Sprache (früher extrem gut) ist schlechter als bei den Chinesen geworden. Auch hier sind die Response-Zeiten unterirdisch lang. Zieleigabe "Fahre mich nach München zur Theresienwiese" stellt zig unnütze Fragen, die man mit dem gewünschten Wortlaut beantworten muss. Am Ende reicht nicht "starten", sondern es muß "Zielführung starten" sein. Anderen Hersteller reicht es "Navigiere zum Oktoberfest" und die Fahrt geht ohne Rückfragen los.

Handykopplung wie früher, Android Auto wird auch erkannt, die drahtlose Kopplung wollte dann aber nicht (roter Bildschirm am Handy: Fehler aufgetreten). Das beim neuesten Samsung Galaxy A54. Zumindest ist bei der Handyauflage eine USB-C Buchse, die hoffentlich dann AA unterstützt.

Die Navigation kann nun wie bei Mercedes "Augmented Reality" und zeigt Pfeile, wie man fahren muss auf dem Kamera-Livebild an. Man kann Dashcam Modus Videoaufzeichnungen machen, vermutlich auch ein Selfie - für die meisten Funktionen muss das Fahrzeug aber mit einer BMW ID registriert und online angemeldet sein.

Der Fahr-Assistent arbeitet hingegen so gut, dass er vor Kreisverkehren oder an scharfen Kurven die Geschwindigkeit automatisch reduziert und aus der Kurve wieder herausbeschleunigt. Eine Ampelerkennung kann man anschalten, sie funktioniert aber eher mäßig. Ampel leicht in einer Kurve und sie wird weder angezeigt, noch bremst das Fahrzeug. Auch wenn grüß wird, muss der Fahrer Gas geben. Die Straßen/Spurerkennung arbeitete tadellos und hielt das Fahrzeug auch auf der rechten Hälfte, wenn keine Mittellinie vorhanden war. Leider kann man das Lenkrad nur für rund 15 Sekunden loslassen, dann erscheint eine Warnung und im weiteren Verlauf (+10 Sek?) bremst das Fahrzeug ab.

Das Infotainment kann mit dem Touchscreen oder einem aus Svarowski Kristallen gefertigten idrive Controller bedient werden. Rings um den Cointroller sind die wichtigsten Tasten angeordnet.

Die Sitzverstellung ist ebenfalls in den Türen und mit Kristallen gebaut. Kann man mögen, muss man aber nicht!

Fahmodi: Sport+ gibt es nicht mehr (vermutlich nur in der M-Variante), Sport macht teure und nervige, von Hans Zimmer komponierte Heulgeräusche (klingt wie das Planetengetriebe eines Unimog) oder im Relax-Monus dezentere Motorgeräusche innen. Ein weitere Fahrmodus schaltet die Information auf beiden Bildschirmen quasi ab und zeigt auf ganzer Breite Bilder von Künstlern während der Fahrt an. Wozu??? Nur wer das Headup Display hat, sieht dann nich wichtige Fahrdaten.

Die Soundanlage ist keine Harman Kardon mehr, sondern eine Bowers & Wilkins.

Fazit

Komfort und Verarbeitung Top, Infotainment- Bedienung und "Hey BMW" Sprachassistentin Uschi: reif für die goldene Himbeere. Obwohl der Bordrechner neu entwickelt wurde und genug Leistung haben müssten, liegen die Antwortzeiten selbst bei den NIO-Chinesen im Milliskeundenbereich, bei BMW bis zu 10 Sekunden! Man steht also an der Parkhauseinfahrt und wartet beim BMW darauf, dass Uschi 10 Sek später ansagt, dass sie nun das Fahrerfenster runtermacht.


Nio EL7 und ET7 Fahrbericht

SUV EL7

NIO, ein chinesischer E-Auto-Hersteller, an dem unter anderem lenovo beteiligt ist, kommt mit Modellen der oberen Mittelklasse auf den deutschen Markt. Einzigartig ist das Konzept, dass man, wenn man den Akku (75 oder 100 hWh) mietet, jederzeit an eine der Tausch-Stationen (derzeit erst sieben im Bundesgebiet, Anzahl steigend) fahren kann und innerhalb von ca. 5-10 Minuten einen neuen Akku von einem Roboter eingesetzt bekommt. Dieser ist dann voll geladen, und führt im günstigsten Fall ca. 400 km weit. NIO wird ab 2024 dann nur den Strom der Akkuladung beim Wechsel berechnen. In der Pilotphase ist der Wechsel inkl. Strompaket noch kostenlos.

Das Fahrzeug hat Luftfederung und beide Achsen sind angetrieben mit E-Motoren. Der Akku liegt flach unter dem Fahrzeug (damit er gewechselt werden kann). Ladetechnik und Ladeleistung liegt im Mittelfeld (Schnelladen von 10 auf 80% sind mit 40 Minuten angegeben), der Verbrauch beim EL7 ist deutlich höher (Testbetrieb 22,5 kWh im Stadt- und Landverkehr auf rund 60 km von 97% auf 82% runter als beim EQS SUV, obwohl das Fahrzeug etwa gleich motorisiert ist wie der EQS SUV 580.

Das Glasdach vom SUV lässt sich durch einen Schalter mit einem elektrisch betriebenen Dachhimmel verdunkeln.

Limousine ET7

Der ET7 hat ein zweiteiliges, festes Glasdach, das sich leider nicht (weder elektrisch noch mechanisch und auch nicht elektrochromatisch) verdunkeln lässt. Stattdessen gibt es stoffbezogene Kunststoff-Einsätze, die man von Hand unter dem Glasdach anbringen kann.

Technik / Hardware / Software

An Hardware ist so ziemlich alles eingebaut, was neu und gut ist. Neben einem LIDAR-Sensor auf dem Dach (sieht aus, wie bei alten englischen Taxis der Buckel), ist das Fahrzeug von zahlreichen Kameras außen (und innen) umrahmt. Dazu kommt ein Radar-Sensor zur Erkennung bewegter Objekte.

Die Kameras können Livebild und in Gefahrensituationen (Vollbremsung oder Unfall) Videos aufzeichnen und speichern sie automatisch (konnte natürlich nicht getestet werden). Bei einer fälschlichen Erkennung eines nicht vorhandenen Fußgängers kam zwar ein rotes Warnschild im Display, das Video war aber nicht unter Gefahren-Videos zu finden.

Der Rechner im System ist schnell, die beiden Displays hervorragend ablesbar und sehr hochauflösend und scharf. Ähnelt dem Retina Display bei Apple.

Außer den Tasten seitlich am Sitz muss alles über den Zentralbildschirm aufgerufen werden und kann dann mit den Lenkradtasten eingestellt werden.

Der Fahrschalter ist eine Wippe, die nach hinten gezogen D und nach vorne R setzt, an der Stirnseite links ist der P-Knopf zum Abstellen.

Lediglich für Wischer und Licht gibt es jeweils einen Lenkstockhebel. Einen Lautstärkegegler gibt es ebenfalls nicht, mit der Taste am Bildschirm kann man nur stummschalten oder die Stummschaltung aufheben. Nur mit der Sprachassistentin lässt sich der Regler aufrufen, wo man Naviansagen und Audio einregeln kann.

Ein Soundsystem oder Konfigurationsmöglichkeiten habe ich nicht entdeckt, der Klang ist so lala.

Eine Autopilot-Funktion soll bei idealen Verhältnissen den Fahrer unterstützen. Man kann zwar rund 45 Sekunden das Lenkrad loslassen, da das System aber immer wieder die Fahrspur nicht erkennt und aus und wieder einschaltet, wird das nicht mal dem Autonomen Fahren Level 1 gerecht.

Geschwindigkeitslimits werden im Testgebiet (Sylt) hervorragend erkannt, allerdings kommt ein Piepton und man muss auf dem Lenkrad in die richtige Richtung (von 100 auf 70 also nach unten und von 50 nach 70 oben) die Lenkradtaste drücken. Alle anderen Hersteller können das bei gleicher Hardware automatisch. Ich frage mich, wozu die Software von mir nochmal wissen möchte, ob sich die erkannte Geschwindigkeitsänderung nach oben oder nach unten bewegt. Das lenkt nur unnötig ab, weil man auf das Lenkrad schauen muss, um den richtigen Knopf zu erwischen.

Dazu kommt, dass bei unsauberer oder abgenutzter Mittellinie der Autopilot dauernd mit Piepton aussteigt, um 1 Sekunde später wieder einzuschalten, was wieder mit Piepton quittiert wird. Nervig!

Nomi, die kugelige Assistentin

Wenn man einsteigt, begrüßt einen Nomi mit einer weiblich kindlichen Stimme (Nomi ist gefühlt 14). Nomi ist eine Kugel auf dem Armaturenbrett, die auf einem kleinen Bildschirm anlächeln oder diverse Gesten machen kann. Die Kugel dreht sich mit dem Gesicht immer zum Sprecher.

Die Sprachsteuerung läuft relativ flüssig, Antworten kommen zügig. Allerdings will NOMI es genau wissen:

  • Bei Anrufen muss der Name genauso gesagt werden, wie er im Adressbuch vom Telefon steht, also "rufe Mustermann, Max auf dem Handy an". Danach kommt trotzdem eine Liste, wo man dann genau "wähle Nummer 4" sagen muss. Gibt man den Namen falschherum an, kommen erst gefühlt 30 andere Namen und man muss von Hand die Liste durchscrollen am Bildschirm
  • Navigationsansagen bitte ganz genau nehmen. Navigiere nach List funktioniert nicht, Hier versteht sie (oder es) nur Navigiere nach List auf Sylt. Es werden auch nicht alle Lists in Deutschland angezeigt (es gibt nur das eine), sondern es sagt "Ich verstehe Dich nicht" oder "gib das von Hand ein".
  • Fahrzeugsteuerung funktioniert gut: Man kann es wärmer machen (3 Zonen, Fahrer, Beifahrer, hinten), Massagesitze Fahrer, Beifahrer, Sitzheizung, Sitzlüftung, die Fenster hoch und runtermachen (bei der Einfahrt in ein Parkhaus nützlich: Fahrerfenster runter)
  • Fotos machen: Nomi hat einen "mache ein Selfie" Modus, wo alle Insassen im Innenraum über die Innenkamera fotografiert werden können. Diese Fotos kann man über einen USB-Stick dann abspeichern - nicht weiterleiten per E-Maio oder gar auf das Handy senden.
  • Video von der Fahrt aufzeichnen. Auf Befehl "Videoaufzeichnung" zeichnet Nomi mit den verschiedenen Kameras alle Perspektiven auf und hält 90 Sekunden lang die Situation fest. Die Videos werden im .ts Format gespeichert und lassen sich beispielsweise mit VLC Player abspielen. Sie lassen sich auf einen USB-Speicher hochladen oder in Notfallspeicher archivieren auf der SSD (oder HDD) des Systems.
  • Nomi kann Witze erzählen, die man inhaltlich leider nicht versteht.

Bleibt noch anzumerken, dass in arabischen/islamischen Staaten eine Frauenstimme im Navi ein absolutes No-Go ist. Die Stimme ist aber nicht einstellbar, sondern immer das gleiche 14-jährige Mädchen.

Handy/Smartphone-Kopplung - back to 90s

Man kann per Bluetooth wie damals sein #Smartphone (oder Nostalgie-Handy wie Siemens S55) per Bluetooth koppeln, allerdings nur Telefonie und Kontakte. Für das Abspielen von Audiodateien vom Handy kann die A2DP (Bluetooth Audio-Kopplung) genutzt werden. Wer Musik in hoher Qualität hören möchte, ist auf Spotify oder Tidal angewiesen und muss dort einen Account zusätzlich haben. Dann konnt auch das im Soundsystem des Fahrzeugs enthaltene Dolby Atos zum Einsatz. Einen Equalizer oder Einstellungen für das Soundsystem konnte ich nicht finden., Amazon Music oder der Zugriff auf andere Streaming Dienste? Fehlanzeige. Vermutlich kann man auch MP3-Dateien auf einen USB-Speicher kopieren und mit dem System abspielen - das habe ich aber nicht getestet.

Das Fahrzeug-Betriebssystem ist ein (alter) android Kernel, Es gibt weder apple Car-Play, noch android Auto. Es ist unklar, ob der Hersteller das nachrüsten wird. Auch der Playstore von Google lässt sich nicht installieren oder nutzen. Aus meiner Sicht ist das aber notwendig, um die Käuferschicht im europäischen Raum zu adressieren.

Wer sein Smartphone nicht über QI (kabellos) laden möchte, kann es auch nicht in die vorgesehene Handyschale legen, sondern muss es im tiefen Mittelfach versenken, wo ein USB-Typ A-Anschluss und ein USB Typ C (max. USB 2.0 Speed) vorhanden ist,

Navigation - Software back to 80s

Für die #Navigation setzt NIO auf eine proprietäre, eigene Software. Laut Hersteller-Information ist zwar eine Art Live-Traffic enthalten und auch Over the air Karten-Updates, nähere Details nennt man aber nicht. Auch nicht, welcher Umfang und wie lange nach Kauf des Fahrzeugs kostenlos ist. Angeblich hat die MTM Karte im Fahrzeug ein Internet-Freivolumen von 5GB - beim Streaming von Radio und Co. dürfte das aber schnell überschritten sein. Da Live-Traffic immer gut sein kann, wenn möglichst alle Fahrzeuge ihre Positions und Geschwindigkeitsdaten liefern, kommt hier derzeit keiner an Google (Maps) ran.

Die Navigation hat weder 3D-Objekte, noch POII (letzteres soll sich mit dem Update Endes 2023 ändern). Es gibt auch keine geografische Kartendarstellung und keine Satellitenansicht.

Augmented Reality (wie bei Mercedes oder Audi) wäre hardwareseitig möglich, ist aber ebenfalls nicht implementiert.

Ebenso fehlt die Ampelerkennung (Kamera zeigt das Ampellicht auf dem Bildschirm, weil man die Ampel dank der Mittelkamera-Abdeckung hinter dem Spiegel nicht sieht) im Autopilot und bei Kreisverkehren muss man selbst lenken, wenn man nicht ungespitzt in die Mittelinsel fahren möchte.

Sorry, aber da war mein Becker Navi in den 80ern besser.

Fazit - EL7 + ET7

Hardware topp, Software flopp. Während die neuste Technik eingebaut ist und sich bei reiner Hardware sehr komfortabel auswirkt (Fahrkomfort, Federung, Verarbeitung und Spaltmaße), sind die Eigenentwicklungen der NIO OS beinahe so schlecht wie beim Smart Nr1. NOMI macht hier einiges wieder wett, was im Nr.1 Fuchs schlecht funktioniert, aufgrund fehlender apple Carplay- und Android Auto Unterstützung, ist die Software aber noch Welten vom allgemeinen Standard anderer Hersteller entfernt.

Auch beim Autopiloten wäre technisch Level 3 möglich, die Software kann das aber nicht.

Es muss also noch einige Zeit ins Land gehen und der Hersteller seine proprietäre Software-Strategie vom Tisch werfen, damit das Fahrzeug auch für Technik-Begeisterte interessant wird.

Wenn alles an Software auch Premium ist und funktioniert, ist auch der Grundpreis von rund 75.000 € brutto gerechtfertigt. Allerdings kommen beim 100 kWh Akku noch knapp 300 € Akkumiete pro Monat dazu. Vorteil: Wenn das Fahrzeug älter ist und der Akku Schrott, kann er im Gegensatz zu anderen Herstellern leicht getauscht werden. Alternativ kann man Akkus kaufen was jedoch nicht empfehlenswert ist - zumal bei Kaufakkus das Wechseln an der Station entfällt.

Die Anzahl der Wechselstationnen muss sich noch mindestens mehrere 100 erhöhen, so dass in allen näheren Umkreisen von Großstädten eine Wechselstation steht.


FritzBox und Repeater Sicherheitsupdates

Weil einige von Ihnen beispielsweise bei Vodafone West Business (ehemals Unitymedia) Internet-Leitungen im Einsatz haben und der Standard-Grenzrouter AVM Fritz!box Cable 6490 oder 6691 sind, hier der Hinweis, dass AVM in allen Routern eine kritische Sicherheitslücke geschlossen hat und - auch für sehr alte Geräte das Sicherheitsupdate anbietet. Das gilt auch für Repeater wie Fritz!Box 1750E oder neuer.

Updates gibt es im Übrigen nicht nur für Kabelmodems, sondern für alle Fritz-Produkte.

Die sicheren Versionen sind entweder: 7.57 oder bei ganz alten Modellen 7.31.

Da Sie das Update nur bei frei gekauften und nicht bei vom Provider im Mietverhältnis bereitgestellten Boxen über die Oberfläche installieren können, bzw. es nur dort bei der passenden Einstellung automatisch installiert wird, hier die sicherste Vorgehensweise bei Kabel-Mietboxen:

#Wichtig - machen Sie die Boxen für mindestens 5 Minuten stromlos. Stecken Sie den Stromstecker wieder ein und warten ca. 20 Minuten, bis das Update provisioniert und installiert wurde.

Wenn Sie die "Stromlos" Aktion nicht durchführen, kann es mitunter mehrere Wochen dauern, bis Ihr Provider das Update an einem Morgen um 0600 Uhr zwangsweise installiert.

Tipp: AVM vodafone Sicherheitsupdate beschleunigen durch Box stromlos für 5 Minuten

Straßenfest 2023

Nach pandemischen Zeiten fand gestern (Samstag, 09.09.2023) wieder ein Straßenfest in unserer Straße statt. Alle Anlieger und Anrainer haben Kaffee, Kuchen, Grillgut und Getränke organisiert und viele auch beim Aufbauen und Abbauen geholfen.

Bei etwa 31° (trockene Luft, nicht tropisch) im Schatten herrliches Wetter.

Das kulinarische Highlight war neben den leckeren Kuchen sicherlich die Currywurst nebst Currysauce mit Rauch-Aroma und der herzhaften Geheimzutat.

Abgebildet ist ein KI-generiertes Bild unter der Anfrage "Kaffee und Kuchen und Grillspezialitäten" mithilfe vom Dall-E gespeisten Bing Image Creator und in Verbindung mit dem "generative Fill" von Clipdrop.co/uncrop.


Notepad++ Sicherheitslücke geschlossen

Weil der nützliche Editor doch sehr weit verbreitet ist, ist die folgende Meldung eine Notiz wert:

Nachdem bekannt wurde, dass im Notepad++ vier offene Sicherheitslücken klaffen, hat der Chefentwickler das Update 8.5.7 veröffentlicht. Die geschlossenen Sicherheitslücken sind CVE-2023-40031, CVE-2023-40036, CVE-2023-40164 und CVE-2023-40166. Außerdem wurde die uninstall.exe digital signiert.

Mit einer der Sicherheitslücken konnte man durch Öffnen eines präparierten Dokuments Angreifern die Ausführung von Programmen und damit die Kontrolle über Systeme erlauben.

#Wichtig - Aktualisieren Sie bitte dringend alle Ihre Systeme durch Notepad++, Version 8.5.7, um auf der sicheren Seite zu sein.


James Bond Darsteller und Titelsongs

Für Fans: Mit "Sag niemals nie" gibt es mittlerweile 26 James-Bond-Filme (007). Hier eine Aufstellung der Titelsongs mit Interpreten und Komponisten, sowie die Liste der Bond-Darsteller.

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License to Kilt!

Ich liebe James Bond Filme - und die Parodien dazu wie Austin Powers und Agent 00Nix. Es gab auch mal einen mit Leslie Nielsen.

Neulich wurde "007 - Lizenz zum Töten" im TV wiederholt. Der Titelsong ist nach meinem Geschmack einer der Besten. Allerdings singt Gladys Knight "Gotta license to Kilt". Direkt nach dem Wort "Kill" im Refrain kommt ein Sound, der wie ein "T" klingt.

Daraus lässt sich ein formaler Filmfehler ableiten, denn der einzige Bond, der einen Kilt tragen durfte, war Sean Connery, seines Zeichens Schotte.

Der Fehler ist, dass Timothy Dalton in dem Film den Bond spielt. Das ist ein Brite aus Wales. Briten dürfen im Gegensatz zu Schotten keinen Kilt tragen ;)


Teams 2.1 - Release erst im Oktober 23

[time_until date="15.10.2023"]
#Microsoft arbeitet derzeit mit Hochtouren am Release 2.1 von Teams für Windows-Desktop. Derzeit als Public Preview, ab September 2023 - nun verschoben auf Oktober - als Release für alle. In Unternehmens-Umgebungen gilt. im Microsoft 365 (Office) Admincenter, unter dem Teams-Admin kann eine Richtlinie entscheiden, welche Mitarbeitenden den Schiebeschalter "das neue Teams" links oben bekommen oder nicht.

Wir empfehlen zunächst einen kleinen Feldtest durch Ihre Admins/Syskos - oder mit wenigen Mitarbeitenden, sobald das Release freigegeben ist. Sie können also bereits jetzt die Richtlinie im Teams-Admin setzen, dass Microsoft sie nicht automatisch auf die 2.x Version umstellt, wenn Sie zunächst beim langsameren Teams 1.6 bleiben möchten.

Screenshots

Erfahrungsbericht

Die erste, augenscheinliche Erfahrung ist, dass Teams kleiner ist, deutlich schneller startet und dem eingestellten Windows Designschema folgt. Wer Windows im "hellen" Design eingestellt hat (wie ich), sieht auch alle Teams-Fenster in hell.

Außerdem sind alle Chats so sortiert, dass die neusten Posts oben stehen (statt wie bisher ganz nach unten zu scrollen und die Posts dann unten anzuzeigen. Das dürfte sich auch positiv auf die Performance auswirken

Die Installationsdatei ist nun eine .msix Datei (statt .msi), somit ist das Installationsziel der Windows Store Ordner und nicht mehr das Benutzerprofil. Die Datei lässt sich aber auch mit Benutzerrechten ausführen.

Die Anwendung ist (wie das neue Outlook) eine Progressive Web App.

Wer Skype-Telefonie benutzt, sieht im Popup bei Anrufen einen breiteren Annehmen-Button, der quadratisch ist.

Bei Video-Calls lassen sich nun auch Videohintergründe verwenden. Als Vorlage liegen dort ein paar Büsche im Wind oder Blumen bereit. Unklar ist noch, in welchem Format (.mp4 oder .gif) diese bewegten Bilder hochladbar sind in der Teams GUI, bzw. in welchem Ordner sie hinterlegt werden müssen. Leider hat es auch das "Standard Hintergrund auswählen" nicht in die Einstellungen geschafft, d.h. um den Hintergrund zu wechseln, muss man erst eine Besprechung mit sich selbst starten.

Das Teilen von Audio funktioniert nun, ohne in den Windows-Einstellungen die Lautsprecherquelle zu ändern.

Die Benachrichtigungen wurden statt der lilafarbenen Popups nun ins Windows-Benachrichtigungs-Center integriert und lassen sich damit Blockweise oder alle auf einmal löschen.

Es gibt eine neue Outlook-Integration als Addon - Unterschiede konnte ich aber noch nicht feststellen.

Der Teams-Client im Browser wird dann sukzessive auch umgestellt, so dass Kunden hiermit zunächst in Kontakt treten dürften.

Was noch nicht optimal gelöst ist

Update vom 28.08 -noch ungelöst: Es gibt zwar eine Checkbox "Teams automatisch mit Windows starten", man (User mit User-Rechten) kann diese aber nicht setzen. Das "alte" Teams konnte minimiert im Hintergrund starten. Dieses Feature wird auch wieder benötigt, da sonst nach jedem Anmelden/Neustart Teams 2.1 von Hand aufgerufen werden muss und nicht direkt in der Startleiste startet, sondern als Vollbild.

Ist man Organisator einer Besprechung, fehlt oben in der Teilen-Leiste die Möglichkeit, Anderen die Steuerung zu übergeben. In dem Fall müssen die Anderen die Steuerung anfragen und man kann sie dann in einem Popup übergeben und in einem weiteren Popup wieder übernehmen.