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Thinkpad X200 Tablet


Seit ein paar Wochen ist der Nachfolger der lenovo #Thinkpad X61 tablet Serie im Markt und wird auch ausschließlich verkauft. Vom X61 existieren wenn überhaupt nur noch Lagerbestände. Das neue Modell heißt X200 tablet und weist in Kurzform diese Veränderungen auf: leichtere Komponenten (etwa 150-200g leichter als ein X61t 9 Statt 8-Zellen-Powerakku (einen 4-Zellen-Akku gibt es jedoch auch Steigerung der Betriebszeit (ca. 2,5-3 Stunden schon mit dem kleinen Akku rechnerisch) lichtstarkes Display mit neuer LED-Hintergrundbeleuchtung, sehr brillanter Kontrast Stereo-Lautsprecher von Conexant statt des Vorgänger Mono-Soundmax-Speakers. Der Klang ist allerdings im Vergleich zum T61 Raumklang recht mager, aber laut genug Wide-Display (d.h. 1280×800 Auflösung auf 12,1″ Displaydiagonale, d.h. der sichtbare Bereich ist flacher Gerät ist 1cm weniger tief und etwa 1,5cm breiter, damit hat die Tastatur 100% Größe, gegenüber 95% des Vorgängers. Es gibt keine verkleinerten Tasten mehr AMT Management-BIOS braucht man nur für sehr große Netze, um das Gerät komplett bis zum BIOS remote zu steuern USB-WAN Unterstützung (kenne aber noch keine Geräte, die dies unterstützen GPS-Antenne (modellabhängig, AFAIK wenn eine Ericsson UMTS-Hardware von vodafone verbaut wurde, ist GPS mit enthalten) UMTS-Hardware (modellabhängig) mit HSDPA und HSUPA-Kapazität (7000 Down, 1024 UP) Kanten sind mehr abgerundet, im Deckel ist jetzt groß in schwarz lenovo eingeprägt. Es gibt jetzt Geräte ohne Multitouch! Also bitte beim Kauf darauf achten, dass Multitouch mit im Datenblatt steht – ansonsten kann man es nur mit dem Stift (Digitizer) bedienen Neuer Grafikchip von Intel, weiterentwickelter LAN-CHIP 1GB, Bluetooth 1,3 MegaPixel Webcam im Deckel (Modellabhängig) KEIN Firewire und kein Fast-Infrarot mehr! KEIN PCMCIA (Cardbus) Slot mehr. Dieser ist zugunsten eines Express-Slots gewichen. SD-Karten-Slot und Fingerprint gibt es weiterhin, der Fingersensor ist deutlich schneller und hat eine bessere Erkennung keine Cursortasten im Deckel mehr (voher gabs ein rundes Device mit 4 Cursor und einer OK-Taste in der Mitte. Dafür ist die Security-Taste (Anmelden auf dem Tablet per Tastatur) größer und läßt sich mit bloßem Finger drücken Kaufpreis ist Dollarabhängig. Derzeit etwa 50-100 € teurer als der vergleichbare X61tab Vorgänger Größere Festplatten verfügbar (250/320Gig) und auch Solid State Disks ohne mechanische Teile. Betankung: Per Deploy läßt sich das Gerät mit den gleichen Mitteln mit Windows xp tablet Edition 2005 betanken wie das X61. Ein Downgraderecht auf xp besteht nach wie vor. Zum Betanken (Reimaging) benötigt man eine Lizenz von Vista Business aus einem Volumenlizenzvertrag, da lenovo keinen Installationsdatenträger von Winxp tablet 2005 für das Gerät liefert. Der OEM-Datenträger – allerdings nur für Vista – ist auf einer geschützten Partition der Festplatte untergebracht (nicht beim Testgerät, aber normalerweise). Notwendige Anpassungen, damit es rund läuft: Video, Audiotreiber, Modem, Bluetooth, TPMDisabler in das Deploytreiberdepot kopieren. Für die restlichen Hardwaregeräte (zB. Fingerprint, GPS, Kamera, UMTS) empfiehlt es sich den lenovo Softwareupdater 3.14 mitzubetanken und diesen dann mit einer schnellen Internetverbindung auszuführen. Dieser installiert dann den Rest der Treiber. Wer möchte, kann aus dem Unterverzeichnis „Session“ sich die Installationspakete in einen anderen Ordner überführen und mit einer Batchdatei dann automatisch auf jedem System mit ausrollen. Das Paket ist dann allerdings etwa 400 MB groß – nur für Treiber wohlgemerkt – da alle Sprachen enthalten sind. Bitte im Softwareinstaller die lenovo-Pakete für Hilfesystem, Nachrichtenkrams und solche Dinge weglassen und wirklich nur Treiber und Tablet-Tools installieren. UMTS, GPS, Kamera: Sofern vorhanden hat die UMTS/GPS-Hardware leider einen Pferdefuß: Sie muss vor jeder Nutzung aktiviert werden. Bei GPS muss man sich dazu den „lenovo GPS enabler“ herunterladen und jedesmal die SIM-PIN eingeben, sofern gesetzt. Für die UMTS-Hardware muss die vodafone mobile Connect Software installiert werden (getestet 9.3.3), da sonst die UMTS-Hardware nicht angeschaltet wird. Vermutlich gibt es für Beides auch AT-Kommandos, diese sind aber nicht dokumentiert. Ein kleiner Trick zumindest bei der UMTS-Hardware funktioniert dennoch: fn-F5 drücken und ein paar Sekunden warten, bis die UMTS-Hardware auf „eingeschaltet“ geht. Danach funktioniert der UMTS-RAS-Eintrag und Verbindungsaufbau auch mit Bordmitteln (sofern die SIM-PIN aus ist). Dieser Trick gilt leider nicht für GPS. Die Webcam liefert ein erstaunlich gutes Bild, ist also für Videokonferenzen und Video-IP-Telefonie durchaus geeignet, sofern man nur sein Gesicht aufnehmen möchte und es hell genug ist. Die Kamera hat keinen Weitwinkel und ist auch nur mit dem Display schwenkbar (fest im Deckel eingebaut). Wichtig zu wissen ist auch, dass sich T-Mobile-Daten-Simkarten zwar mit der UMTS-Hardware verwenden lassen, die T-Mobile Software (Webnwalk Dings) aber die Hardware von Ericsson nicht kennt – also Benutzung nur über den o.g. RAS-Trick. Haptik und Benutzerfreundlichkeit: Durch die höhere Auflösung ist die Schriftdarstellung auf dem TFT deutlich kleiner als beim Vorgänger mit 1024×768 Auflösung. Aus meiner Sicht ließe sich im größeren Deckel auch ein 13″ Display unterbringen. Dann wäre die Schrift wieder groß genug. Die aktuellen Geräte haben aber nur 12,1″ warum auch immer. Die Bildbrillianz ist allerdings höher durch die hellere LCD-Beleuchtung. Außerdem spart die Hintergrundbeleuchtung Strom, da die LEDs sehr energieeffizient sind. Das Gehäuse ist nicht mehr so kantig wie vorher – die Auskerbung im Gehäuse auf der rechten Seite ist weg. Die Deckelmechanik ist etwa vergleichbar mit dem Vorgänger. Ein Thinklight gibt es auch bei diesem Tablet PC nicht. Zur Steuerung dient der bewährte Trackpoint in der Tastatur. Die USB-Anschlüsse (3) sind rund um das Gerät verteilt. Vorher lagen zumindest 2 zusammen. Geräte, die also 2 USB für die Stromversorgung benötigen, müssen per Kabel adaptiert werden. Auffällig sind die sehr lauten Systemtöne (beim Netzteileinstöpseln und Hochfahren). Ich habe außer der Möglichkeit, diese komplett abzuschalten auch keinen Lautstärkepunkt im BIOS gefunden. Diese Töne sind unabhängig von der Einstellung der Soundkarte und ertönen auch, wenn man diese Lautlos stellt. Mein Fazit: Tolles Gerät für alle, die einen Tablet neu beschaffen/einsetzen wollen – weil eine Menge Komponenten bereits im Gerät enthalten sind. Für diejenigen, die bereits ein X61 tablet im Einsatz haben, lohnt sich kein Wechsel des Geräts (x61 verkaufen, x200 neu kaufen), da außer dem LED-Hintergrund und der gesteigerten Akkulaufzeit bei geringerem Gewicht nach meiner Einschätzung keine Vorteile messbar sind. Die Kriterien GPS, Webcam und HSDPA integriert kann ich wegen der Nachteile/fehlenden Bordmittelunterstützung besser durch USB-Geräte ersetzen. Dennoch bleibt das X200 im Vergleich mit Tablet PCs anderer Hersteller mein Spitzenreiter – gerade wegen des brillanten Displays und wegen Multitouch (so man denn ein Gerät mit MT nimmt) und der mechanischen Verarbeitung. (Letzte Revision: 07.02.2015 17:04:13) (Post ID:904)

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