Telefonieren im Auto


Für das Telefonieren im Auto gibt es verschiedene Strategien und Einsatzszenarien. Der Artikel beschreibt persönliche Erfahrungen auf dem Gebiet und gibt Tipps zur Nutzung: Werkseinbauten der Autohersteller (mit Bedienung über das Radio/KI/Lenkrad): BLUETOOTH: Viele Autohersteller liefern ihre Neufahrzeuge mit Radio- bzw. Navigationssystemen aus, die eine Handy-Kopplung zum Freisprechen über Bluetooth erlauben. Dabei wird das Handy mit dem Bordsystem gekoppelt und über das Radio (bei einigen Herstellern auch über das Lenkrad und KI-Display) können Gespräche angenommen oder geführt werden. Je nach Hersteller können auch Adressbücher vom Handy ins Bordsystem übertragen werden. Nachteile: Das Handy wird weder im Auto aufgeladen, noch wird die Handystrahlung auf eine Außenantenne umgelegt. Da das Auto ein Faradayscher Käfig ist, sendet das Handy mit voller Leistung und der Akku ist dementsprechend schnell leer. Vorteile: funktioniert mit vielen Handies, die Bluetooth an Bord haben – aber nicht mit allen. Ladeschale bzw. Cradle des Herstellers:  Bei Audi, VW, BMW und Mercedes kann man sich ein Telefoninterface ab Werk mitbestellen. Dazu gibt es im Zubehör Ladeschalen, die genau auf das Handy abgestimmt sind. Bei BMW muss das Handy via Bluetooth gekoppelt werden, bei Mercedes (Sonderausstattung UHI) wird das Handy und die Antenne direkt am Stecker abgegriffen (Ausnahme Bluetooth HFP oder SAPV2 Ladeschalen). Die SAPv2 Ladeschale schaltet das Handy in Ruhezustand und hat ein Telefon eingebaut, das über die Auto-Außenantenne funktioniert. Nachteil: Ladeschalen gibt es nur für ausgesuchte Handies. Mobile Freispecheinrichtungen: Für den 12V-Stromanschluß oder mit Akku erhältlich. Dabei steckt man das Gerät in den 12V-Anschluß oder an die Sonnenblende. Mittlerweile gibt es Geräte mit UKW-Sender, die das Audiosignal an eine einstellbare Frequenz des Autoradios schicken. Tipp: die beste Qualität erreichen hier m.E. Geräte, die einen eigenen Lautsprecher eingebaut, an einem Kabel ein z.B. an die A-Säule clipbares externes Mikrofon haben und in den 12V-Anschluss gesteckt werden. Bei den Akkugeräten ist das Akku meist leer, wenn man sie braucht und sie haben kein externes Mikro. Bei den Geräten mit Radiosender muss man bei Gesprächsbeginn das Autoradio auf die Freisprechfrequenz umstellen, was auch nicht so einfach ist. Die Bluetooth-Nachteile (Antenne, Laden des Handies) sind auch hier präsent. Mobile Navis mit integrierter FSE: Die HighEnd-Geräte von TomTOM und Navigon können das ganz gut, es gelten die gleichen Nachteile wie bei Bluetooth, aonsonsten ok. Zusätzlicher Nachteil: Die Geräte müssen immer aus dem Auto entfernt werden, da sie keinen Versicherungsschutz bei Diebstahl haben. Zwei Telefone (eins immer im Auto): Seit August bietet nun auch vodafone eine UltraCard an.Bei der UltraCard können beide (max. 3) Telefone angeschaltet bleiben. Bei Anruf klingeln alle Telefone. Das Telefon, das den Anruf annimmt, führt das Gespräch. Ein Zweitanruf während des Gesprächs kann auch nur mit diesem Telefon gemakelt werden- die Anderen Telefone klingeln dann nicht. Sobald das Gespräch beendet ist, klingeln beim nächsten Anruf wieder alle Telefone. Abgehende Gspräche können ebenfalls (aber nur ein Gespräch gleichzeitig) von allen Telefonen ausgeführt werden. Per Tastenkombination kann man jederzeit EINS der Telefone zum Empfänger für MMS und SMS bestimmen. *133# (Grüner Hörer) ist die Kombination. Mit *132# kann man abfragen, ob das gerade benutzte Telefon SMS empfängt. Vorteil: SMS-Benachrichtigungen kommen nicht mal im Auto und mal auf dem Handy an wie bei der TwinCard. Die UltraCard ist eine eigene Karte mit einer eigenen Seriennummer – im Gegensatz zur TwinCard (die eine geklonte Karte ist) . Fazit: Wer sein Handy regelmäßig wechselt und/oder ein Modell einsetzt, für das es keine Autohaltung gibt, beschaffe sich ein Zweithandy oder nehme eins seiner alten Telefone (Post ID:736)

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Branche tätig und TÜV-geprüfter IT-Security Manager und -Auditor. Er beschäftigt sich mit der Gestaltung von Internet-Auftritten, Entwicklung von Web-Anwendungen, Mobilität, Fahrzeug-Multimediatechnik, neuer Software und Hardware. Windows und android sind seine Welt.

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