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6 Beiträge · 31.10.2026

6 Beiträge1.808 Wörterca. 9 Min. Lesezeit5 Kategorien

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Inhaltsverzeichnis

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  1. Google Smartphone – Ärger mit dem Dativ
  2. ImageGlass Viewer 9 verschlimmbessert
  3. Microsoft Copilot – aufblasen!
  4. Neue Outlook-App – noch nicht einsetzen
  5. Exchange Server On-Prem Risiko
  6. Bestecksprache im Restaurant

Google Smartphone – Ärger mit dem Dativ

Mobile · 29.11.2023

Aktuell bewirbt Google sein neues Smartphone. Neu ist eine KI Funktion "best take" - "Beste Aufnahme". In der Werbung wird das Feature vorgestellt. Leider scheitern die Übersetzer kläglich an der Grammatik - oder an der Rechtschreibung - wie man's sieht.

Gemäß dem Motto "Genitiv ins Wasser - Dativ" erscheint im Spot ein Abbildung des Telefons mit der Unterschrift:

Google Pixel Pro - mit Beste Aufnahme

Aus "with best take" wird einfach "mit Beste Aufnahme". Wenn man schon englische Bezeichnungen übersetzt, dann bitteschön in "Anführungszeichen" zusammenfassen. Dann doch lieber denglisch lassen!

Vermutlich bekommt man das Smartphone während der black week "zu das beste Preis", in Kleinanzeigen auch bekannt als Festpreis "VB" - "Veste Breis" - nicht etwa "Verhandlungsbasis", wie mancher Zeitgenosse meint.

ImageGlass Viewer 9 verschlimmbessert

Software · 24.11.2023

Bis Version 8.x (Kobe) ist ImageGlass Viewer immer noch mein Favorit. V8 lässt sich auch ECHT portabel ohne Zusatzkomponenten einsetzen.

Mit dem heute veröffentlichten #ImageGlass Viewer 9 gibt es zwar einen "portable" Download, den man auf einen USB-Stick kopieren und ausführen kann, es müssen auf dem Zielsystem aber zunächst sowohl die .net Desktop Runtime mit 200 MB und drei Diensten, die im Hintergrund laufen, auch wenn keine andere Software sie nutzt installiert werden. Außerdem zusätzlich (rund 700 MB) die Edge Webview2 Runtime, die auch gleich den unerwünschten Browser "Microsoft Edge" bei Windows 10 mit installiert und ca. 6 geplante Tasks mehrfach täglich im Hintergrund laufen lässt.

Zudem wurden nützliche Features und Einstellungen aus der Software entfernt - wie der integrierte EXIF-Viewer oder der Scrollbar in der Dialeiste. Dieses Feature muss nun als zusätzliche App installiert werden. Müllt das System alles nur zu!

Mit dem Update im Dezember 2024 wird Microsoft eine EU-Gesetzgebung umsetzen, nach deren Vorgabe sich der Edge bei Windows 10 und Windows 11 deinstallieren lassen muss. Derzeit kann man die Einstellungen als Insider in einer .json Datei setzen und die unerwünschte Bloatware wird entfernt.

Bei paint.net gibt es eine ECHTE "Portable" Version, die .net und alle Bibliotheken enthält und auch nur 60 MB groß ist die ZIP. Sie funktioniert auf jedem sauberen (vanilla) Windows 10 System!

Mal sehen, ob der Entwickler auf den "Feature Request" in Github reagiert und auch so eine Version packt, die im User-Kontext läuft und keine Zusatzkomponenten installiert braucht!

Fazit: Bis zur Version 8.10.27.9 bleibt der ImageGlass Viewer die Empfehlung der Redaktion - als schlankes, speichersparendes Programm, dass sich auch ressourcenschonend auf AVD und Terminalservern einsetzen lässt.

Downloadlink der letzten empfohlenen Version vom ImageGlass

Microsoft Copilot – aufblasen!

Microsoft · 21.11.2023

Update April 2025: Auch SORA, die digitale Bild- und Video-Engine von OpenAI hat klare Vorstellungen, wenn man ihr "aufblasbarer KI-Copilot, fotorealistisch, lustige Szene aus - Die unglaubliche Reise..." als Prompt verabreicht:

Mit dem Dezember Update (oder wer es früher auf dem Rechner haben möchte mit dem optionalen Windows Update am 24.11.2023) verteilt Microsoft seinen Copilot nun auch an Windows 10 (22H2) Endgeräte. Die "Scharfschaltung" der Funktionalität erfolgt dann zeitversetzt einige Wochen später. Je nach Microsoft 365 Abomodell lassen sich mit einem Geschäftskonto Funktionen der künstlichen Intelligenz abrufen. Microsoft spricht von einem Nachfolger des eingestellten "Cortana" Assistenten. Auch mit einem Microsoft Konto stehen grundlegende Funktionen limitiert zur Verfügung. Aus Datenschutzgründen sollte der Copilot aber nur mit einem Geschäftskonto im Rahmen des Microsoft Tenants benutzt werden.

Da Windows 10 noch immer einen Marktanteil von über 78% hat und nicht zu erwarten ist, dass Firmen Millionen Tonnen von Elektronikschrott produzieren, weil sie funktionsfähige PCs, die drei bis fünf Jahre alt sind, verschrotten, rechnet sich die KI für eine Plattform Windows 11 mit mittlerweile geringerem Marktanteil (knapp 7% Pro/Enterprise, 18% Consumer-Versionen) als apple MAC-OS (rund 20%) vermutlich nicht.

#Witzig - Bei "Copilot" muss ich als Erstes an eine Filmkomödie der Regisseure Abrahams/Zucker aus dem Jahre 1980 mit Leslie Nielsen denken: "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug". Der beschriebene "Filmcharakter" heißt zwar in der deutschen Fassung "Autopilot", sitzt aber auf dem Sitz des Copiloten im Flugzeug. In der Szene verliert der Copilot Luft (wie Microsoft auf der Windows 11 Plattform). Legendäre Filmzitate vorher im Film "Mein Name ist Roger Murdock. Ich bin der Copilot" und der Dialog zwischen Roger, Victor und Over "We have clearance, Clarence. Roger, Roger. What's our vector, Victor?"

Wer diese Art von Humor mag, gebe bitte gern auf Google die Suchbegriffe "Copilot aufblasen" oder "Roger Victor Vector over" ein. Ein 2-Minuten Clip (den ich aus Copyrightgründen hier nicht verknüpfe) erläutert Details 🤣

KI-Bild zum „Copilot“ erstellt mit Bing Image Creator unter Assistenz von Dall-E

Neue Outlook-App – noch nicht einsetzen

Office · 15.11.2023

Microsoft zeigt in der Outlook Windows-Anwendung oben rechts einen Schieberegler „Neues Outlook“ an. Wir berichteten darüber, dass Sie eine Gruppenrichtlinie benötigen, um diese Meldung zu unterdrücken.

Mittlerweile ist die App keine Vorabversion „Preview“, sondern veröffentlicht. Im Prinzip handelt es sich um in eine Microsoft-Store App, die den als OWA (Browser-App von Microsoft 365 Outlook) bekannten Webdienst umhüllt.

Was spricht dagegen?

Update 22.11.2023: Inzwischen warnen auch einige Landesdatenschutzbehörden vor dem Einsatz der "neuen Outlook-App". In ausführlichen Begründungen der Juristen heißt es, Microsoft erfülle die Vorgaben der DSGVO nicht hinreichend.

Die Funktionalität im Browser ist bei weitem noch nicht an der des installierbaren Programms angekommen. Mails können zwar damit empfangen, Termine und Kontakte bearbeitet oder erstellt werden.

Generell gilt aber: Gegenüber der Win32-Anwendung sind dazu mehr Mausklicks möglich, Tastenkombinationen fehlen oder funktionieren nicht. Ein Beispiel: Ein vorhandenen Termin bearbeiten. Bei Klick kommt zunächst nur eine Zusammenfassung des Termins, dann auf „Bearbeiten“, dann auf „erweitert“ klicken, um z. B. den Status „Abwesend“ oder das Flag „Privat“ zu setzen. Beim Programm kommt sofort der komplette Bearbeitungsmodus und im Ribbon Menü sind alle möglichen Einstellungen mit einem Mausklick zu tätigen.

Alle Schnittstellen (auch die für MDE-Geräte) fehlen, selbst die Teams-Integration funktioniert schlecht bis gar nicht – weil es ja kein Addon für die Outlook app gibt.

Es gibt keinen „Offline-Modus“, d.h. man braucht eine Internetverbindung, um die Mails/Kalender zu sehen.

Es lassen sich keine POP3 oder IMAP-Konten einrichten, lediglich die Anbindung von outlook.com und GMX soll möglich sein (das ist allerdings nur schlecht für kleinere Unternehmen, die Ihre Mails beim Provider abfragen). Kritisch dabei: Microsoft übermittelt eine große Menge Daten der App, es werden Zugangsdaten und E-Mails von Drittanbieter-Konten an Server, die nicht sicher im Schengen-Raum der EU stehen. Derzeit brennt eine heiße Diskussion mit deutschen Datenschützern darüber. Es ist mit Klagen zu rechnen.

Empfehlung

Richtlinie, die das Angebot, auf die App umzustellen und damit den Schieberegler unterdrückt ausrollen.

Richtlinie, die den Microsoft Store sperrt ausrollen. Zur Geräteverwaltung kann Intune verwendet werden. Wenn man Apps aus dem Store für Geschäftseinsatz benötigt, können die Admins diese im Unternehmensportal hinterlegen und die Unternehmensportal-App verteilen.

Solange die Windows-Anwendung von #Outlook noch in den Microsoft 365 Business Plänen enthalten ist, ist diese Anwendung zu empfehlen, da sie den besten Leistungsumfang und höchsten Bedienkomfort neben der Offline-Fähigkeit bietet.

Exchange Server On-Prem Risiko

Microsoft · 06.11.2023

Wenn in Programmen Sicherheitslücken entdeckt werden, leisten viele Hersteller im Rahmen der Lebenszyklen von Software Sicherheitsupdates. Aber: Syskos bzw. Admins sind verpflichtet, diese zeitnah zu installieren. Sonst nehmen Versicherungen Kürzungen der Leistungen vor.

Aus Sicht der Geschäftsführenden oder Entscheider hat das potentielle Risiko eine höhere Bedeutung als die für den Einsatz der Software aufgewendeten Kosten. Schließlich müssen auch die administrativen Tätigkeiten bezahlt werden, da das Fachpersonal während des Patchens keine anderen Aufgaben wahrnehmen kann.

Durch Umstellung auf Exchange online verlagern Sie das operative Risiko auf die Microsoft Deutschland GmbH. Diese müssen erkannte Sicherheitslücken sofort schließen, im Schadenfall sind sie normalerweise regresspflichtig.

Microsoft hat derzeit Exchange Server 2019 (Nutzungsrechte per Kauf (mit oder ohne Wartung) auf der Produktliste. Dabei kostet der Server rund 1.000 € und pro Nutzer jeweils eine Zugriffslizenz von etwa 150 €. Hinzu kommen die Kosten für Einrichtung und die Wartungs- und Betriebskosten, sowie Hardware-Ressourcen (128++ GB RAM, 4 vCPUs, schnelle SSDs mit rund 1TB Speicher oder mehr).

Die Gefahr: Wie aktuell (November 2023) sind vier Sicherheitslücken mit unterschiedlichem Wirkungsgrad entdeckt worden. Eine davon wurde von Microsoft geschlossen, sie bleibt aber solange gefährlich, bis der Admin den Patch auf dem Exchange Server installiert hat.

Lösung: Lassen Sie zeitnah Ihren Microsoft #Exchange Server 201x, egal, ob er in Ihren Räumlichkeiten oder in einem Rechenzentrum (Housing) für Sie bereitgestellt wird, auf Exchange online umstellen.

Nebeneffekt. Alle derzeit verfügbaren Office 201X Versionen bekommen ab Herbst 2026 oder bereits ab Oktober 2025 keine Sicherheitsupdates mehr. Mit dem Microsoft 365 Business Premium Plan erhalten Sie neben dem vorgeschriebenen E-Mail-Archiv Viren- und Spamschutz für E-Mails, Virenschutz für das Endgerät, Exchange Online-Postfach, 1 TB Cloudspeicher (EU-Datenschutz-Grenze) pro (User-)Lizenz, alle Office-Anwendungen als installierbares Programm mit Remote-Nutzungsrechten für On-Prem und die Cloud, Sharepoint für gemeinsames Arbeiten an Dateien, die Teams-Lizenz.

Zusätzlich ist Microsoft EntraID Plan 1 enthalten, der es Ihnen ermöglicht, die bald erzwungene 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) auch mit anderen Mitteln als der Authenticator-App auf einem Dienst-Handy durchzuführen. Details haben wir in einem separaten Artikel hier im Blog für Sie zusammengefasst.

Eine Übersicht der Funktionen hier:

https://m365maps.com/files/Microsoft-365-Business-Premium.htm

Bestecksprache im Restaurant

Unterhaltung · 05.11.2023

Die Bestecksprache ist eine Art von visueller Kommunikation, die mit verschiedenen Anordnungen von Tellern und Besteck auf einem Tisch gemacht wird. Sie wird oft in Restaurants oder Hotels verwendet, um dem Personal oder den Gästen eine Nachricht zu übermitteln. Zum Beispiel bedeutet ein Messer und eine Gabel, die parallel auf dem Teller liegen, dass der Gast mit dem Essen fertig ist. Die Bestecksprache funktioniert ganz einfach, indem man sich den Teller als eine analoge Uhr mit Zeigern vorstellt. Messer und Gabel stellen dabei meist die Zeiger für Sekunden und Stunden dar.

Essenspause: Wenn man eine Pause machen und später weiteressen möchte, legt man die Gabel und das Messer schräg auf den Teller, so dass die Griffe die Ziffern 8 und 4 auf einer Uhr bilden. Das nennt man auch die Position "08:20 Uhr oben zusammen".

Nachschlag bekommen: Wenn man eine Nachschlag haben möchte legt man die Gabel und das Messer an der Spitze zusammen, so dass sie die Ziffern 8 und 7 auf einer Uhr bilden. Das nennt man auch die Position "07:20 im Dreieck".

Nächster Gang: Messer kreuzt Gabel in der Mitte, Messerende zeigt auf 3 Uhr, Gabelende zeigt auf 06 Uhr. Position "Kreuz"

Essen beendet: Wenn man mit dem Essen fertig ist und den Teller abräumen lassen möchte, legt man die Gabel und das Messer parallel auf den Teller, so dass sie die Ziffern 4 und 8 auf einer Uhr bilden. Das nennt man auch die Position "04:20 Uhr parallel".

Lob: Wenn man dem Koch oder dem Service ein Lob aussprechen möchte, legt man die Gabel und das Messer parallel auf den Teller, "07.35 Uhr parallel".

Tadel: Wenn man unzufrieden mit dem Essen oder dem Service war, legt man die Gabel und das Messer mit gekreuzter Klinge auf den Teller, so dass sie die Ziffern 9 und 3 auf einer Uhr bilden. Das nennt man auch die Position "07:40 Uhr gekreuzt".

Die Bestecksprache ist nicht in allen Ländern gleich. In England und Amerika gibt es zum Beispiel andere Varianten, wie man das Besteck ablegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Bestecksprache. Außerdem sollte man beachten, dass die Bestecksprache nicht immer angemessen oder erwünscht ist. In manchen Situationen ist es besser, verbal oder mit einer Geste zu signalisieren, was man möchte.