Inhaltsverzeichnis
  1. Drucken oder nicht – Novemberpatch und Typ4-Treiber 2 - 5
  2. Windows 11 Update blockieren 6
  3. Windows 10 und 11 Roadmap, Windows 365 7 - 8
  4. Windows 11 21H2 Bilder 9
  5. Auf Windows 10 folgt Windows 11 10 - 11
  6. Neues Windows und das Herbst Update 12
  7. Windows Herbstupdate wieder klein 13 - 14
  8. Internet Explorer Supportende anders 15 - 16
  9. Windows 21H2 neue Symbole 17
  10. Win10 Druckverwaltung fehlt 18
  11. Windows 10 ohne Sicherheitsupdates 19 - 20
  12. Schrittaufzeichnung bearbeiten 21 - 23

Drucken oder nicht – Novemberpatch und Typ4-Treiber


November Patch Nightmare = Oktober Patch Nightmare

(Update vom 14.11.2021: In Kürze kommt ein Patch von Microsoft heraus, der auch die RPC-Druckfehler beseitigen soll)
Mit dem #Patchday Oktober 2021 werden die unten genannten Registry keys als Gruppenrichtlinie installiert und/oder in der Registry der Wert 1 gesetzt. Das bedeutet, nach Neustart der Druckserver und Terminalserver kann wieder nicht mehr gedruckt werden, wenn man kein Domain Admin ist. Die Forderung von BSI und Versicherungen, Sicherheitsupdates innerhalb von 7 Tagen zu installieren, bleibt bestehen. Wer das Update installiert, wird die untenstehenden Registry-Einstellungen bzw. GPOs wieder auf Wert Null setzen und einen erneuten Restart der Server hinlegen müssen. Vom Oktober Fehler waren auch Typ4-Treiber betroffen. So konnte ein Client zwar drucken, es wurden aber nur rudimentäre Standard Eigenschaften des Point&Print Compatibility Treibers angezeigt (also quasi Notlauf). Mit dem November Patch wurde letztgenannter Typ4-Fehler behoben.

Microsoft Patchday Oktober Änderungen

https://support.microsoft.com/en-us/topic/october-12-2021-kb5006669-os-build-14393-4704-bcc95546-0768-49ae-bec9-240cc59df384

Microsoft Known Issues November – man wird auf einen „Patch vom Patch“ warten müssen, wenn man betroffen ist

https://docs.microsoft.com/en-us/windows/release-health/status-windows-10-21h1#1724msgdesc

Sofortmaßnahmen: Registry und Powershell

#Print-Nightmare geht mit dem Oktober-Patch in die siebte Runde: Wer seine Systeme bestmöglich absichern möchte, kann das November-Update installieren. Damit weiterhin gedruckt werden kann, müssen vorher zwei Registry Schlüssel gesetzt werden. Außerdem müssen alle beteiligten Server und Endgeräte mindestens den August 2021 Patchlevel haben. Danach die betreffenden Systeme neu starten und dann erst das Update installieren. Laut Meldungen in der Microsoft Community (und empirischen Beweis in eigener Umgebung) kann danach wieder auf Netzwerkdrucker im LAN gedruckt werden. Das Installieren des Patches ist unter Risikoaspekten deshalb empfehlenswert, weil eine viel kritischere Lücke (MSxHTML) geschlossen wurde, die das Ausführen von Schadcode bereits in der Vorschauansicht des Windows Explorers erlaubte.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Druckertreiber der verwendeten Drucker auf dem aktuellen Stand sind. Hierzu müssen sie auf dem Druckserver aktualisiert werden. Mit den Registry-Einstellungen sollte dann auch der User auf einem Terminalserver mit dem neuen Treiber versorgt werden, ohne dass es zu einer Fehlermeldung kommt. Hier die Codezeilen der .reg-Datei:

Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Print]
"RpcAuthnLevelPrivacyEnabled"=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\Printers\PointAndPrint] "RestrictDriverInstallationToAdministrators"=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies\Microsoft\FeatureManagement\Overrides]
"713073804"=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies\Microsoft\FeatureManagement\Overrides]
"1921033356"=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies\Microsoft\FeatureManagement\Overrides]
"3598754956"=dword:00000000


Zusätzlich zu den Registry-Einstellungen und dem Neustart muss der folgende Befehl an einer administrativen Powershell eingegeben werden:

Get-ScheduledTask -TaskName "ReconcileFeatures" | Start-ScheduledTask

Aktualisierung der Druckertreiber auf V4-Benutzermodus

Da nicht sicher ist, ob Microsoft die oben genannten Registry-Einstellungen weiter beibehalten wird, ist eine nachhaltige Lösung, sofern möglich, die Umstellung der Windows-Drucker-Treiber auf sogenannte #V4-Treiber. Im Regelfall finden sich in der Druckerverwaltung überwiegend V3-Druckertreiber. Diese stellen dann langfristig ein latentes Problem dar.

  • Rufen Sie dazu die Windows Druckverwaltung am Printserver auf
    • Drucker: in der Liste ist erkennbar, ob der Treiber Typ3-Benutzermodus oder schon Typ4 ist
    • Ist er Typ 3, bitte auf die Herstellerseite gehen und nach dem Treiber für das angezeigte Modell suchen
    • Unter Basistreiber in der Auflistung tauchen (z.B. beim HP Laserjet-M402) dann ein V3-Treiber und ein V4-Treiber auf. Den V4-Treiber herunterladen
    • Unter Treiber, Treiber hinzufügen diesen in die Liste bringen
    • Unter Drucker bei jedem Drucker in die Eigenschaften, unter Erweitert, Treiber den neuen V4-Treiber auswählen
    • Danach in den Eigenschaften unter Allgemein (Einstellungen), Erweitert (Standardwerte) die Schacht- und sonstige Einstellungen neu setzen, ggf. bei Geräte-Einstellungen die anderen Schächte ausschalten
  • Verbinden Sie dann an allen Clients und/oder Terminalservern die Drucker neu, damit diese den neuen Treiber verwenden
    • Je nach Druckerhersteller reicht es dazu, sich am Endgerät/Terminalserver als Domain Admin anzumelden und alle Drucker zu verbinden. Dadurch werden maschinenweit die neuen Treiber gezogen.
    • Ggf. müssen für jede Sitzung (jeden Benutzer) die Druckerverknüpfungen erneuert werden (dazu haben viele Kunden für jeden Benutzer die „Druckerverknüpfungen“. Der Benutzer kann dann alle Drucker rauslöschen und sie erneut verbinden und einen zum Standarddrucker machen.
  • Drucktest machen

Gibt es für von Ihnen verwendete Drucker keinen V4-Treiber vom Hersteller (das ist insbesondere bei älteren Modellen der Fall, bleibt das Risiko, dass irgendwann die Registry-Schlüssel nicht mehr funktionieren und diese Drucker ersetzt werden müssen. Beispiele sind das Model M404 von HP und das Modell Kyocera ECOSYS P2040dn. Für beide sind V4-Treiber erhältlich.

Wenn alles nicht hilft - Checkliste

Die von Microsoft genannten "Workarounds" beschreiben bestimmte Voraussetzungen. Prüfen Sie, ob Sie alle erfüllen:


  • Welche Drucker (Hersteller, Modelle) sind betroffen?
  • Welchen Updatestand haben die (alle) Terminalserver (Mindestens Update von August 2021 muss drauf sein.
  • oder Welchen Softwarelevel haben die Windows 10 Clients (muss mindestens 19043.1288 sein)
  • Sind die beiden Registry-Schlüssel überall gesetzt? (Druckserver, Terminalserver, AVD-Pools) - vorsichtshalber diese Schlüssel VOR dem Neustart nach dem November Update nochmal setzen bzw. die GPO kontrollieren.
  • Sind die über den Druckserver verbundenen Drucker im selben Netzwerk oder per vpn (Clientdrucker im Homeoffice)? Clientdruck wird in einigen Fällen nicht funktionieren.

Windows 11 Update blockieren

Für diejenigen, die in ihrem Unternehmen ein einheitliches Benutzer-Interface haben möchten oder wo die Hardware nicht die Anforderungen für Windows 11 #Eleven erfüllt, können per Gruppenrichtlinie einfach das ab 05. Oktober als optionales Funktions-Upgrade angebotene Funktionsupdate verhindern:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate]
"TargetReleaseVersion"=dword:00000001
"ProductVersion"="Windows 10"
"TargetReleaseVersionInfo"="21H2"

Diese Registry Datei sorgt dafür, dass es bei Windows 10 (Build 19044) bleibt. Es werden weiterhin 1x pro Monat Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen installiert.

Natürlich funktioniert das auch über eine Gruppenrichtlinie:

  • Richtlinien für Lokaler Computer -> Computerkofiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows-Komponenten -> Windows Update -> Manage updates offered from Windows Update
  • Hier dann Zielversion des Funktionsupdates auswählen doppelt anklicken
  • Hier Windows 10 und darunter dann 21H2 eintragen

Windows 10 und 11 Roadmap, Windows 365

Windows 11, build 22000.100 vom 23. Juli 2021

Windows 11, Windows 365 und AVD

Im Herbst 2021 erscheinen sowohl Windows 11, als auch das Halbjahresupdate von Windows 10.

  • #Windows 11 ist für neuere Rechner tauglich, die über TPM 2.0, UEFI, Secure Boot und mindestens 4GB RAM verfügen - möglicherweise sogar mindestens einen Prozessor ab der 8. Generation.
  • Das Betriebssystem erhält einmal pro Jahr große Funktionsupgrades (mit Veränderung der Codebasis) - vermutlich immer im Herbst eines Jahres
  • Die Codebasis ist (für das Herbst-Update 2021): 22000.x - x ist der Patchlevel
    • Patchday bleibt am zweiten Dienstag im Monat, 19 Uhr ME(S)T
    • Kleine Funktionsupdates und Fehlerkorrekturen gibt es am vierten Dienstag im Monat
  • Neue PCs und Notebooks werden von den Herstellern ab Herbst 2021 nur noch mit Windows 11 ausgeliefert
  • Die Bezeichnungen der Editionen bleiben:
    • Windows 11 = Consumer Version (quasi Home ohne Domänenfunktionen, ohne GPOs, mit Werbung)
    • Windows 11 Pro = Business Version mit Domäne, GPOs, Netzwerkintegration, mit Werbung
    • Windows 11 für Workstation = Funktionen von Pro, es werden aber mehr RAM und mehr Cores unterstützt, für High Performance Rechner wie CAD Anwendungen und Videobearbeitung
    • Windows 11 Enterprise = Firmenversion (weitgehend) ohne Werbung
    • NEU: Windows 365 = Miet-Version von Windows 11 (wahlweise auch erst noch Windows 10), Online-Dienst von Microsoft. Windows wird dabei (wenn das so kommt) über eine RDP-Verbindung in der Cloud bereitgestellt und ist eine single Session virtuelle Maschine mit jeweils dem aktuellen Betriebssystem und Patches von Microsoft aus der Cloud. Zentrale Management Features sind eingeschränkt oder in der Einstiegsvariante nicht vorhanden.
    • AVD: derzeit kennen die Microsoft 365 Abonnenten ähnliche Umgebungen schon schon als Azure virtual Desktop (ehemals Windows Virtual Desktop). AVD wird es weiter geben, sozusagen als Profiversion von Windows 365. AVD arbeitet wie ein Terminalserver im Multi-Session-Betrieb.
  • Die LTSC (Long Term Service Channel) Enterprise Version auf Basis Windows 11 erscheint erst 2024. Bis dahin werden die LTSC Versionen auf der Windows 10 Basis 190xx bleiben. LTSC-Versionen erhalten keine Funktionsupdates, sondern nur die monatlichen Sicherheitsupdates.

Windows 10 - bis 2025

  • Windows 10 wird nur noch bis September 2025 mit Sicherheitsupdates versorgt. Das gilt auch für die LTSC, Enterprise und Education Versionen dieses Betriebssystems.
  • Funktionsupgrades soll es keine mehr geben. Das bedeutet, dass die Zahl vor dem Punkt sich alle sechs Monate um eins erhöht.
  • Die Basis bleibt auf dem Stand vom 06.12.2019 (19041). Durch die Funktionsupdates sind wird derzeit bei 21H1 (19043), im Herbst dann bei (19044).
    • Patchday bleibt am zweiten Dienstag im Monat, 19 Uhr ME(S)T
    • Kleine Funktionsupdates und Fehlerkorrekturen gibt es am vierten Dienstag im Monat
  • Azure Virtual Desktop - AVD - soll zunächst bei Windows 10 bleiben. Wer Windows 11 aus der Cloud mieten möchte, wählt dazu den Windows 365 Plan. Für Azure Virtual Desktop ist entweder ein Windows E3 Plan oder Microsoft 365 Business Premium erforderlich.

Weiterführende Literatur

Zu Windows 365 im Vergleich zu Azure Virtual Desktop (AVD) gibt es einen interessanten Fachartikel im Internet (auf englisch):

https://getnerdio.com/academy-enterprise/microsoft-windows-365-vs-azure-virtual-desktop-avd-comparing-two-daas-products/

Windows 11 21H2 Bilder

Heute hat Microsoft die erste Beta von Windows 11 (Windows #Eleven) an seine Jünger verteilt. Hier ein paar Screenshots, die getreu der Promo-Veranstaltung Neues und Altes zeigen. Ein ppar Sachen sind noch nicht übersetzt, man kann aber gut erkennen, wo die Rechnung hin geht. Im Moment wird auch TPM2.0 noch nicht gefordert, zumindest habe ich in der virtuellen Maschine vTPM nicht eingeschaltet und glaube nicht, dass Windows 11 durch den Hypervisor auf den TPM Chip des Notebooks zugreift...


Auf Windows 10 folgt Windows 11

Update: am 28. Juni gibt es die Insider-Versionen von Windows 11, der offizielle Rollout wird über Windows Update ab Oktober 2021! verteilt. Windows 11 ist also NICHT die 22H1 Version, sondern quasi die 21H2 Version und der direkte Nachfolger von build 19043 von Windows 10.

Am 24. Juni 2021 um 17:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurde es offiziell verkündet, bereits jetzt zeigt der aktuelle Insider-Build der vnext-Version 22H1 beim Installieren „Windows 11“ an. Während es lange hieß, Windows 10 sei die letzte Windows Version und man mache „nur“ 2x im Jahr kontinuierlich Funktions-Updates, ist auf der Support-Ende Seite nun ein Ablaufdatum für Updates für Windows 10 angegeben: 14.10.2025. Dahinter steht „Deaktivierungsdatum“ für die Pro und Home Versionen.

[time_until date="14.10.2025"]

Vermutlich meint Microsoft damit, dass keine Sicherheits-Updates mehr für Windows 10 Pro und Home am monatlichen Patch-Day ausgeliefert werden. Von einer Timebomb ist nichts zu erkennen, zumal in den OEM Lizenzverträgen nichts von einer Timebomb steht.

Wer aber ein Windows ohne Sicherheitsupdates einsetzt, handelt zumindest fahrlässig.

Freuen wir uns also auf Windows 11 und hoffen, dass Microsoft den vorhandenen Benutzern wieder ein kostenloses Upgrade von 10 nach 11 anbieten wird. Die meisten Windows Versionen werden sowieso OEM, d.h. mit einem neuen PC oder Notebook verkauft. Kaum jemand zahlt 249 € für ein Update von Windows 10 nach 11. Kostet das Upgrade also Geld, ist das eher schlecht für die allgemeine Sicherheit der weltweiten PC-Umgebung.

Für Unternehmen, die die long term Service Channel Versionen (Enterprise LTSB und LTSC) einsetzen, ist wichtig zu wissen, dass die bisherige Supportzeit (Sicherheitspatches) bei Windows 11 von 10 auf 5 Jahre verkürzt wurde.

Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel.


Neues Windows und das Herbst Update

Während auf der aktuellen (virtuellen) Entwicklerkonferenz #Microsoft Chef Satya Nadella von einem bald erscheinenden "ganz neuen Windows" berichtet, ist nun die geplante Herbst-Version 21H2 fertig geworden. Sie wird vermutlich wieder im Oktober oder November an alle verteilt. Ein erster Bildschirmschnappschuss zeigt insbesondere neue, modernisierte Symbole Sunvalley. Die geplanten abgerundeten Ecken der Fenster sind offensichtlich noch nicht implementiert. Was merkwürdig erscheint: Diese Version trägt den Build 21390. Vor einer Woche hieß es noch, das Herbst-Update werde erneut ein kleines Update und bekommt Build 19044. Über ein Enablement Package, das mitverteilt wird, lassen sich dann neue Features quasi freischalten. Die großen Updates installieren Windows unter Beibehaltung von Daten, Apps und Einstellungen neu.

Dark Theme. So wird Windows 10 aussehen. Für spezielle Hardware gibt es Windows 11

Windows Herbstupdate wieder klein

Microsoft unterscheidet zwischen kleinen und großen Funktions-Updates, die alle 6 Monate an Windows 10 Clients verteilt werden. Ursprünglich war es geplant, dass immer das Herbst (H2) Update ein großes #Update und das Frühjahrs- (H1) Update ein kleines. Seit 2020 gibt es nur kleine Updates (die wenige Minuten dauern und genauso funktionieren wie die monatlichen Sicherheitsupdates).

Bei den kleinen Updates erhöht sich quasi nur der sognannte "Build" um einen Zähler. Die kumulativen Updates lassen sich auf alle nachfolgenden Builds nach dem letzten Update anwenden und tragen die gleiche Versionsnummer:

VersionBuild
19041.x 20H1 (RTM Dezember 2019, Rollout im April 2020)
19042.x20H2 (RTM Mai 2020, Rollout im September 2020)
19043.x21H1 (RTM Oktober 2020, Rollout im April 2021)
19044.x#21H2 (RTM Juni 2021, Rollout im September 2021)
Das X steht für die Updateversion. Alle 4 genannten Updates lassen sich mit demselben Updatepaket aktualisieren. Derzeit .985 (Mai 2021 Sicherheitsupdates)

Das aktuelle Windows hat demnach immer noch Kernkomponenten von Dezember 2019! Mit einem nach jedem kleinen Halbjahres-Update verteilten "Enablement Package" wurden dann auch jedesmal wenige neue Funktionen "freigeschaltet" (wie zum Beispiel mit 19042 das "helle" und das "dunkle" Design, der Meet Now Button in der Taskleiste (Skype app) und die Deinstallationsmöglichkeit von MSPaint, Internet-Explorer, Mathematik-Funktionen, Gesichtserkennung & Co (19043).

Fazit

Windows 21H2 wird wieder ein kleines Update, das im normalen Betrieb den Admins wenig Arbeit machen dürfte. Windows Version 22H1 soll dann einen 21000er Build bekommen und wieder als großes Update das Betriebssystem ersetzen (Große Updates laden knapp 5 GB herunter und sind quasi eine Neuinstallation mit Datenübernahme, die mindestens 45 Minuten dauert, in denen das Endgerät nicht benutzt werden kann (Offtime).


Internet Explorer Supportende anders

Microsoft New #Edge ist der neue Browser von Microsoft, der den ungeliebten "Edge" restlos ersetzt. Auf den meisten Windows 10 Systemen wurde der alte Edge mit einem Update deinstalliert und durch den neuen ersetzt. Der "Neue" basiert genau wie Google Chrome und andere Browser wie Vivaldi auf dem Chromium Open Source Projekt. Im Prinzip ist Edge on Chromium, wie man ihn auch nennt, eine andere Karosserie auf der selben Fahrzeugbaugruppe.

Weil im Neuen Edge auch ein "Internet Explorer Modus" eingebaut ist, mit dem (die wenigen) Webseiten, die einen Internet-Explorer benötigen, funktionieren, hat man sich entschlossen, in zwei Stufen (erst im März 2022, endgültig am 15. Juni 2022) keine Updates mehr für das Produkt "Internet Explorer" auszuliefern. Das gilt nur für Windows 10 ab Version 1809 und für Windows 11. Andere Betriebssysteme wie Server 2016, 2019, 2022 und sogar Windows 7 (nur mit kostenpflichtigen ESU Updates) und 8.1 erhalten weiterhin Sicherheits-Updates für den IE11. Für Server 2019 und 2022 gilt: Im neuen Control Panel kann der Internet-Explorer (das aufrufbare Programm) deinstalliert werden. Microsoft New Edge lässt sich auf allen Plattformen nutzen.

[time_until date="15.06.2022"]

Bereits jetzt lässt sich in den "Einstellungen/Apps/optionale Features" von Windows 10 auch bei den normalen Versionen der Internet Explorer entfernen*.

Mit einem später geplanten Update im Rahmen des regulären Patchday wird dann die iexplore.exe und die Verknüpfung dazu entfernt. Bereits seit 15. Juni werden Anfragen, die aus der iexplore.exe aufgerufen werden, an den New Edge weitergeleitet und dort ausgeführt.

Empfehlung

Wie schon neulich geschrieben ist unsere Empfehlung weiterhin:

  • Google Chrome Enterprise (mit konfigurierten Richtlinien nach Wunsch) als Standard-Browser und PDF-Betrachter
  • Microsoft Edge Enterprise (auch Edge für Business genannt) über das Edge Update von Microsoft "drüber installieren" und auch hier Richtlinien in den Central Store importieren und konfigurieren. Edge wird (noch) nicht Standard-Browser
  • Internet-Explorer über Einstellungen / Apps / Optionale Features deinstallieren*. Linkverknüpfung für URLs auf Standardbrowser setzen

Mit den Richtlinien wird Ihre IT-Umgebung nach eigenen Vorstellungen "gehärtet", Google Chrome für Enterprise bietet derzeit mehr Funktionen und ist deutlich schneller (meist innerhalb von 2 Stunden aktualisiert). Zudem lassen sich mobile Geräte besser synchronisieren. Microsoft holt aber entwicklungsseitig massiv auf, so dass es sein kann, dass Chrome irgendwann entfallen kann.

Nur wenn zwingend nötig: IE-Modus in Edge einschalten

Der IE-Modus lässt sich entweder über Gruppen-Richtlinien oder über das Drei-Punkte-Menü im Edge einschalten: "..." / Einstellungen / Standard-Browser / "Zulassen, dass Websites im Internet Explorer-Modus  neu geladen werden".

*) Wer den IE-Modus nutzen muss, darf den Internet-Explorer nicht deinstallieren.


Windows 21H2 neue Symbole

Neue Icons und neuer Taskleistenbereich im Herbst

Microsoft wird mit Veröffentlichung des nächsten großen Windows 10 Updates im Herbst neue und moderne Symbole für Explorer und die Windows Oberfläche schaffen. Wie die aussehen, können bereits alle Insider in der aktuellen Build 21343 beobachten. Die Release-Version wird sehr wahrscheinlich einen 21xxx build tragen und wird im Juni Feature-complete sein (d. h. bis zum Erscheinen werden nur noch Fehler korrigiert und Sicherheitsupdates implementiert).

Zusätzlich wird der Benachrichtigungsbereich modernisiert und erweitert und der Taskleisten Prozess vom Windows Explorer entkoppelt. Stürzt dann der Windows Explorer ab, bleiben Startmenü und Taskleiste am Leben.

Die abgerundeten Kanten, die es bereits bei Windows 10 X (der Version für ARM Prozessoren und Tablets mit eingeschränktem Umfang) gibt, sind im Windows 10 Strang in der Insider-Variante noch nicht sichtbar. Sie lassen sich bei Bedarf über Geheimcodes aktivieren). Die neue Oberfläche für Windows heisst dann "Fluent Design", der Projektname "Sun Valley".


Win10 Druckverwaltung fehlt

Mit dem Update auf die Version #21H1 von Windows 10 hat Microsoft die Druckverwaltung aus dem System entfernt. Damit konnten Admins beispielsweise Druckertreiber von Außendienstnotebooks bereinigen und entfernen. Für den Nutzer bot sich eine bessere Möglichkeit, die lokalen Drucker auf dem System komfortabel und detailliert zu verwalten. Im Gegensatz zum Immersive Controlpanel war so der Status des Druckers leichter zu erreichen. Zusätzlich konnten Admins sich die Netzwerkdruckerkonsole des Druckservers lokal am Rechner aufrufen und so alle Netzwerkdrucker remote administrieren.

Wer die #Druckverwaltung unter #Win10 vermisst, kann Sie sich an einer administrativen Powershell oder Eingabe-Aufforderung wieder aktivieren:

DISM.exe /Online /add-capability /CapabilityName:Print.Management.Console~~~~0.0.1.0

Schon ist sie wieder über den Suchbegriff "Druckverw" verfügbar:


Windows 10 ohne Sicherheitsupdates

Mit der Einführung von #Windows 10 hat Microsoft auf das Modell, 2x pro Jahr Funktionsupdates zu liefern ( bei monatlichen #Sicherheitsupdates ) umgestellt. Risiko dabei: Nach 18 Monaten ist Support-Ende und damit enden auch die Sicherheitsupdates für diese Windows 10 Versionen und das Risiko, erfolgreich angegriffen zu werden steigt signifikant an.

Ein Beispiel: Mit dem Rechner wurde Windows 10 Version 1903 ausgeliefert. Diese ist am 08. Juni 2019 erschienen. Ende der Sicherheits-Updates also war der 20.Dezember 2020.

Akuter Handlungsbedarf

Prüfen Sie über Ihr Inventar-Werkzeug (z. B. Open-Audit Classic), oder durch Aufrufen des Befehls "WINVER" an der Eingabeaufforderung, welche Windows 10 Versionen Sie im Einsatz haben. Die in der Tabelle rot dargestellten Versionen müssen aus Sicherheitsgründen sofort aktualisiert werden, die gelb markierten Versionen folgen ab 11. Mai 2021:

Windows 10 VersionEnde der Sicherheitsupdates
Windows 10 21H1 (erscheint März 2021)12. Dezember 2023 (30 Monate)
Windows 10 20H2 (von Dez 2020)9. Mai 2023 (30 Monate)
Windows 10 2004 (Juni 2020)14. Dezember 2021
Windows 10 1909 (November 2019)10. Mai 2022 (30 Monate)
Windows 10 19038. Dezember 2020
Windows 10 1809 (von Nov 2018)11. Mai 2021 (30 Monate)
Windows 10 1803 (von Mai 2018)11. Mai 2021 (36 Monate)
Windows 10 170911. März 2019
Matrix Support-Ende, 18 Monate nach Erscheinen einer Version von Windows 10

[time_until date="01.05.2021"]

Hintergrundwissen

Das komplett-Update war dabei anfangs 2x pro Jahr quasi eine Neuinstallation des Betriebssystems mit Migration der Daten und dauerte etwa 45-90 Minuten pro PC (je nach Ausstattung ob mit SSD und mit 8GB RAM oder nicht). Mittlerweile findet dieses Komplettupdate durchschnittlich 1x pro Jahr statt.

Hat man nicht die Windows 10 Enterprise (LTSC 2015) Version gemietet oder einen #Microsoft 365 -Plan mit Betriebssystemlizenz und Windows Virtual Desktop, muss man die Funktions-Updates zeitnah, spätestens jedoch 18 Monate nach Erscheinen der Version aktualisieren.

Kurioserweise weichen die Versionen 1809 und 1803 und 1909 und 2004 von der Regel ab, denn sie sind "länger haltbar". Auch zukünftige Versionen werden, wenn es dabei bleibt, 30 Monate nutzbar sein.


Schrittaufzeichnung bearbeiten

Update Dezember 2023 - leider #endoflife

Zu den nützlichsten Bordwerkzeugen, die in jeder Windows- und Windows #Server Installation seit Windows 7enthalten sind, zählt die "Schrittaufzeichnung", auch bekannt unter dem Namen "Problemaufzeichnung". Sie lässt sich mit { Windows&R, dann PSR tippen und Enter drücken } aufrufen. Mit PSR kann man automatisiert Tutorials und Klick für Klick Anleitungen erstellen oder einem Support-Mitarbeiter den Weg zum festgestellten Fehler aufzeichnen.

Nach Starten der Aufzeichnung wird bei jedem Mausklick ein Screenshot erstellt und eine Text-Beschreibung des Klicks ("Doppelklick auf Desktopobjekt Computer") angelegt. Die Aufzeichnung kann (zum Beispiel zum Scrollen) pausiert werden, um nicht bei jedem Scroll-Klick ein weiteres Bild in der Aufzeichnung zu haben. Außerdem kann ein Bildschirmbereich markiert und ein Kommentar dazu geschrieben werden, der auch in der Aufzeichnung erscheint.

Nach Beenden der Aufzeichnung und Auslösen der Speichern-Schaltfläche wird die eben erzeugte Datei als ZIP-Datei abgespeichert. Diese kann nun für eigene Zwecke verwendet oder an den Support gesendet werden.

Problem: MHT, Internet Explorer, Anzeige-Plattform

In der ZIP-Datei ist eine .MHT Datei abgelegt. Bisher wurde diese Datei automatisch mit dem unter Windows enthaltenen Internet-Explorer geöffnet. Zwar bringt Microsoft im Rahmen der Windows Updates für aktuelle Windows 10 und Windows Server ab 2016 Versionen noch Sicherheitsupdates für den enthaltenen IE heraus, der Support für diesen Browser wurde aber eingestellt.

Damit können MHT-Dateien nur unter Windows angezeigt werden und nur in Windows-Versionen, die den IE enthalten (nicht K und nicht N-Versionen von Windows). Google Chrome und Microsoft Edge on Chromium können zwar grundsätzlich .MHT verarbeiten, lösen aber die enthaltenen Bilder nicht auf.

Außerdem kann man .MHT-Dateien nicht einfach in einem HTML-Editor bearbeiten.

Lösung - pures HTML erzeugen und bearbeiten

Es gibt sowohl ein Open-Source Werkzeug MHT2HTM (wahlweise mit GUI), als auch eine PHP-Klasse, um .MHT-Dateien (in der Windows GUI auch stapelweise) in pures HTML/CSS mit Bildern zu konvertieren. Pro MHT-Datei entsteht dabei ein Ordner mit einer main.htm und screenshot000x.jpeg Dateien für die Bilder. Dazu eine .css Datei für die Styles.

Die main.htm kann man mit jedem HTML-Editor öffnen, bei Bedarf nicht benötigte Passagen und Divs und das XML Script entfernen. Außerdem liegen die Bilder bereits zum Übernehmen in Word als Einzel-Elemente vor. Empfehlenswert ist es, im HTML title Tag einen Titel für das was die Anleitung beschreibt, zu hinterlegen. Dann heisst die erzeugte pdf-Datei z.B. windows-user-anlegen.pdf.

Möchte man nun auch Plattformen wie android oder apple IOS oder Macintosh, sowie die Linuxfreunde als Betrachter der Anleitung adressieren, kann man die main.htm im Chrome bzw. Edge on Chromium als PDF ausdrucken und stellt diese dann online.

Schrittaufzeichnungen hier bereitstellen

Wenn Sie selbst mit dem Microsoft-Werkzeug Schrittaufzeichnungen erstellt haben, die Sie öffentlich bereitstellen möchten, stellen Sie uns bitte auf den üblichen Kommunikationswegen Ihre .MHT-Datei bereit und wir veröffentlichen Sie. Dazu dürfen Sie keine personenbezogenen Daten in Ihren Aufzeichnungen haben - die Aufzeichnung quasi in einer Laborumgebung der einer virtuellen Testmaschine erstellt. Auf der Seite "Schrittaufzeichnung" stellen wir sie bereit.