Richtig gendern – TaucherInnen

Es gibt unterschiedliche Formen in der deutschen Sprache, das „dritte“ Geschlecht richtig auszudrücken. Man nennt das „gendern“ – sogar der Duden lässt sich ausführlich dazu aus. So müssen in Stellenbeschreibungen und -anzeigen Zusätze wie (m/w/d) oder (gn*) zum Jobtitel zugefügt werden. „gn“ steht dabei für „genderneutral“ (und kann auch im englischsprachigen Raum verwendet werden).

Gemäß dem Motto: „alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ wurden aus Mitarbeitern Mitarbeitende, Studenten sind nun Studierende, Forscher Forschende, der Rechtsanwalt wird zur Rechtsvertretung. In der Backstube stehen Backende – auf der Toilette wird aus dem „B“ aber ein „K“. 😮

Weit verbreitet ist mittlerweile auch Innen oder *innen anzufügen an das Stammwort. Prominentes Beispiel aus der Küche: HähnchenInnen-Filets.

Die Briefanrede ist ebenfalls anders: So schreiben viele nun „Sehr geehrte Mitarbeiter*innen / Kund*innen“, „Liebe Supportende“.

Wortherkunft divers

Es gibt also männlich, weiblich und divers. Weil wir in der deutschen Sprache ohnehin sehr viele Anglizismen verwenden, könnte der geneigte Betrachter meinen, dass die Berufsgruppe der Bergungs- Wrack- und Minen-Taucher*innen gemeint ist, denn das englische Wort für Taucher ist nun mal „diver“ und mehrere davon sind „divers„.

m/w/d steht, wenn man es richtig übersetzt, für männlich / weiblich / Tauchende

Hinweis in eigener Sache: Wir haben unsere aktuellen Artikel und Dokumente auch weitgehend angepasst. Sollte Ihnen in unserem Archiv noch etwas auffallen, schreiben Sie uns gern. Wir möchten ungeachtet der oben genannten Stilblüten politisch korrekten Journalismus betreiben.

Die Redaktion

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist seit rund 30 Jahren in der IT-Branche tätig und TÜV-geprüfter IT-Security Manager und -Auditor. Er beschäftigt sich mit der Gestaltung von Internet-Auftritten, Entwicklung von Web-Anwendungen, Mobilität, Fahrzeug-Multimediatechnik, neuer Software und Hardware. Windows und android sind seine Welt.

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