Hey Mercedes – MBUX Bedienkonzept 2.0


Im aktuellen Modell der A-Klasse (Modellreihe 177) kann man das neue Bedienkonzept von Mercedes mit Abhör-Wanze im Auto testen. Nach und nach werden alle Fahrzeuge damit ausgestattet. Einige SUVs, A- und B-Klasse haben bereits das neue System. Im Juni 2020 folgt die E-Klasse, im Herbst die neue S-Klasse Modellreihe 223 und vermutlich E-Klasse Coupe und Cabrio).

Erste Eindrücke

Während im Comand Online noch zwei USB-Buchsen im Fahrzeug sind, hat MBUX nur noch Typ-C Buchsen (auch als Thunderbolt bekannt). Zwar hat mittlerweile fast jedes Smartphone (außer Apple) einen solchen Anschluss, Problem dabei ist aber, dass Die Ladekabel dazu den klassischen USB Typ-A Stecker am anderen Ende haben.
Wer also gern android Auto in einem der neueren Fahrzeuge nutzen möchte, bestellt sich am Besten ein Typ-C auf Typ-C Kabel. Die Anbindung des Smartphones an android Auto via Bluetooth wird (noch) nicht unterstützt. Eine zweite USB-C- Buchse im Mittelfach (ohne android Auto Funktion, nur ein Lade-Anschluss).

Über Bluetooth kann man nur das Telefon als Freisprecher koppeln und per A2DP Musik vom Handy auf das Bordsystem streamen.

Passende Adapterkabel (80cm) liegen zwischen 8 und 10 Euro – oder aber man nimmt für 16 Euro das Adapterkabel Artikelnummer: A1778202901 von Mercedes). Der Anschluss ist auf der Mittelkonsole, dahinter ist (bei der A-Klasse zumindest) ein Fach, wo man das Handy reinlegen kann. Vermutlich werden die USB-Typ-A Stecker in der E-Klasse mit dem Facelift durch Typ-C Stecker ersetzt und sind weiterhin im Mittelfach.

Das Cockpit ist voll digital, der rechte Bildschirm hat einen responsiven Touch und lässt sich daher sehr intuitiv bedienen. Alternativ stehen ein Touchpad in der Mittelkonsole und ein Touch-Cursor auf dem Lenkrad zur Verfügung. Der Dreh-Drück-Controller wurde entfernt.

Unzählige Anzeige-Kombinationen lassen sich einstellen und fahrerbezogen abspeichern.

Hey Mercedes, die Sprachassistentin, reagiert nur auf Fragen, die keine Internet-Verbindung benötigen, kann aber schon mehr als die Linguatronic (z. B. Klimaanlage Einstellungen setzen, Musik spielen). Für weitere Fragen muss das Fahrzeug über die Mercedes Me App registriert und verbunden werden. Vermutlich sind dann diese Dienste auch wieder nur drei Jahre kostenlos und erfordern (wie auch Echtzeit-Verkehrsmeldungen von TomTom und die Remote Funktionen monatliche Gebührenzahlungen)

Das aktuelle Comand bietet Standard-Navigation. Da die (nach 3 Jahren kostenpflichtigen) TOM-Tom-Meldungen und die Karten-Updates aber schlechter sind, als Stau und Navigation von Google, ist mir die Google Variante hierfür am Besten. Mangels Kabel konnte ich nicht testen, ob Hey Mercedes auch android Auto steuern kann oder hierfür Google Assistant per Touch aktiviert werden muss. Die Taste am Lenkrad aktiviert jedenfalls die Mercedes Sprachsteuerung.

Fazit

Klasse Bedienkonzept, zur Nutzung aller Funktionen muss aber sowohl ein Typ-C auf Typ-C Adapterkabel vorliegen und die Mercedes me-App für das Auto registriert werden.
Nach spätestens drei Jahren sind dann viele Funktionen kostenpflichtig.

Schade, dass es keine Bildschirm-Spiegelung wie Mirrorlink (wie man das bei BMW kennt) gibt, der den Handy-Bildschirm und Audio auf den großen Touchbildschirm im Fahrzeug legt. Android Auto ist aber mit dem richtigen Kabel eine gute Alternative.

(Post ID:1449, erstellt am: 06.05.2020 11:43:39 von: Patrick Bärenfänger)

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist seit rund 30 Jahren in der IT-Branche tätig und TÜV-geprüfter IT-Security Manager und -Auditor. Er beschäftigt sich mit der Gestaltung von Internet-Auftritten, Entwicklung von Web-Anwendungen, Mobilität, Fahrzeug-Multimediatechnik, neuer Software und Hardware. Windows und android sind seine Welt.

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