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BMW 8er Cabrio Einstiegs-Diesel – Fahrbericht


Nachdem ich den V8-Biturbo-Benziner der 8er-Cabrio-Reihe von BMW (530 PS) bisher nur im Showroom bei der Präsentation begutachten konnte, war jetzt das kleinere Modell (Diesel-Reihen-6-Zylinder mit 320 PS) erfahrbar. Erste Eindrücke im folgenden Testbericht:

Notizen zum Fahrzeug

* Das Diesel-Aggregat hat wie üblich ein recht hohes Drehmoment, bringt es aber Dank Allrad-Antrieb (xdrive) ohne Verschleiß auf die Straße. In 5.5 Sekunden (Werksangabe) soll es auf 100 km/h gehen.

* Gegenüber dem 6er-Cabrio gibt es das Problem für alle Insassen größer 1.95 m, dass diese mit dem Kopf bei geschlossenem Verdeck an den Dachhimmel anstoßen. Man kann die Sitze leider nicht tief genug legen, dass das Problem ausbleibt.

* Navi: Dank Touch-Screen und idrive Controller sehr intiitiv bedienbar, den Rest erledigt die gute Sprachsteuerung (nicht ganz so stark wie MBUX von der Konkurrenz, aber dennoch unter den Besten.

* Fahrer-Assistenz. Neben dem Head Up Display gibt es das Bildschirm KI und den Zentralbildschirm. Dort lassen sich alle wichtigen Informationen individuell zusammenstellen. Schaltet man die Distronic mit Fahrerassistenz an, soll sich in den Einstellungen ein teilautonomer Modus einschalten lassen. Trotz Einstellung setzt das Fahrzeug bei Schildererkennung aber nicht den Tempomat auf die richtige Geschwindigkeit, sondern warnt nur im HUD durch Blinken, dass man zu schnell ist. In der E-Klasse von Mercedes viel besser gelöst. Die E-Klasse bremst auch vor einem Kreisverkehr ab und lenkt das Fahrzeug in die Kurve.

* Straßenlage: Auch der 8er hat wie sein Vorgänger der 6er Hinterachslenkung, was das Einfahren in enge Kurven verbessert. Das Fahrwerk ist in der Komfort-Einstellung (bei Motorstart Standard) seidenweich und bügelt Unebenheiten gut aus

* Motor: Im Fahrprogramm „Sport“ (Sport+ gibt es nicht mehr, dafür eine Individualeinstellung) kommt der Mtor beim Beschleunigen ziemlich ruppig daher, die Schaltvorgänge sind viel deutlicher spürbar als beim V8-Biturbo im 6er-Cabrio.

* Offen fahren: Der Offen-Fahrkomfort ist geringer als beim Vorgänger, d.h. an kalten Tagen tobt der Wind auch im Fahrerlager unangenehm. Statt der Windschott-Heckscheibe des Vorgängers gibt es nur noch ein Plastik/Nylon-Windschott, dass die hintern 2 Pläte unbrauchbar macht .

* Kofferraum: deutlich schmaler als beim 6er-Cabrio, dafür etwas höher. Also nur für leichtes Gepäck (was für Steffi)

Fazit:

Hervorragend verarbeitetes Cabrio, wenn man über 1.95 m groß ist, unbedingt vorher probesitzen, sonst bleiben ab 108.000 Euro nur im Sommer nutzbar. Als jahrzehntelanger V8-Fahrer ist der Diesel ziemlich langweilig, obwohl er in Drehmoment-Werten vergleichbar ist. Ein V8 macht einfach mehr Spass (auch mit 2 Turboladern). Ein gut ausgestatteter V8 liegt dann auch schon bei 160.000 Euro.

(Post ID:1414)